Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1808)
- Article
- Ein Wort über die Juden zu Livorno
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 146 (sequence 2)
- Language
- German
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Sinbcr aufflnrni, iferen Geist mit nützlichen Kenntnissen kercidjcm und ihr Her; für alles Gute und Edle erwärme:! kann. Es episiiren in Livorno zwei vortrefiich oraanisun- Lehranstalten, eine aus sechs Klassen bestehende höhere Schich für die Sohne wohlhabender Eltern, nnd eine andere ai.e drei Klassen bestehende Armcnschulc, für vcrwaisete, hülslose nnd armer Eiiern Kinder. Die letztere hat durch Schenkungen nnd Vermächtnisse einen Fond von $6,000 Hollen bischen Gn.oen, und die crstcre besteht durch die jäkrllck-ch Beiträge jüdischer Hausvater. Jeder in Livorno ar.saßjg: Jude, auch wenn er nicht verhcirarhet ist und keine Kinde: hat, muß jedes Jahr eine befummle Summe an die Schul kasse geben. Beide Schulen besitzen gemeinschaftlich cm: nicht unbedeutende Bibliothek für die Lehrer, und die höhere Schule hat auch eine Bibliothek für die Lehrlinge, auder ihnen Bücher zur weiteren Fortbildung und zum Pu vakstudiuni gereicht werden. Auch besitzt diese Schule ce: wohlgeordnetes Natnralienkabinct, und einen recht gune physikalische» und anatomischen Apparat. Bei der Wahl der Lehrer sieht man nicht auf ihre Rcligion, sondern einzig und allein auf ihre Würdigkeit mit Tüchtigkeit;'daher findet man auch in dem Collegium da Lehrer— das sich bei der höheren Schule auf zehn, und bei der Arnicnschule auf vier ordentliche Lehrer belauft — viele gelehrte, geistreiche und überaus achtungswcnhc Männer. Der Direktor über beide Schmansiairen erhalt citus Gehalt von 2000 holländischen Gulden, und der genügst' Lehrer bekommt jährlich bei freier Wohnung 500 bis 600 -Floren. Sie werden allenthalben mit ausgezeichneter Ach-