Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1808)
- Article
- -s....R. an seinen Freund H. christl. Religion
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 132 (sequence 7)
- Language
- German
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13* •*) Aegypten, ihre Tyrannen — nicht, wie ehemals, mit de, züchtigenden Geißel, sondern mit Kricgeswaffcn in einen geordneten Heere — nackzichen sahen. Wie entseelt stan den sie zuerst, dann riefen sie in Verzweiflung: Hat es uns dort an Gräbern gefehlt, daß du uns hier den schimpf, lichcn Tod sterben laßcst? Ist es nicht besser, dem T y. rannen diene n, als in der Wüste sterben?. Oft haben nmthige Sklaven selbst ihre Ketten zerbrochen, haben den üppigen Tyrannen leicht besiegt, und sogar sich zu Herren ihrer Unterdrücker gemacht. So Gesinnrcn würde hier wenigstens die Verzweiflung den Mulh gegeben haben zu kämpfen, und lieber zu sterben, als wieder zurückzukchrcn unter die ewiggcschwungene Geißel ihrer Peiniger. Doch weislicher schien es dem Moses, nicht solches dem Volke zuzumuthcn, hatte er es auch durch Ermunterung erlangen können: Denn ungewiß war hier der Ausgang. Gott hatte ihm aber eine andere, sicherere Rettung gezeigt. Voran zog er, wundervoll von Gott geleitet, durchs Meer, ihm nach das ganze Volk Israel. Es war Nacht. — Da erhob sich ein heftiges Ungewitter. Es heulten die Stürme, Dlitze') durchzittertcn die Lüfte; aber eine schwarze düstere Wolke hatte die Verfolger umlagert. Nur des zückenden' Feuers Schim. wer zeigte ihnen unsicher das voranzichende Israel. Im> mer fortan trieben, voller Verzweiflung, die Lenker die scheuen Rosse. Es wichen die Räder von den grschlcis. *) Erod. XII, 19, *0. •*) Daselbst 34.