Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1808)
- Article
- -s....R. an seinen Freund H. christl. Religion
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 129 (sequence 4)
- Language
- German
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12dtn Werth der edel« Freiheit erst recht fühlen. Jede hüpfende Gazelle, jede muntere Gemse machte den tiefsten Eindruck auf ihn. In jedem Gläschen, aus jedem Dornbüsche sprachM»e Gottheit zu ihm: Geh hin und er« lose deine Brüder! Und er gehorchte der göttlichen Glimme. Unciiigcdcnk des Despoten Zorns und der Vcr» haimung, erscheint von Neuem er kühn vor dem Throne des ägyptischen Königs *); fordert muthig — denn eine Gottheit isi's, die ans ihm spricht — die Befreiung seines Volkes. Stutzend ob dieser Kühnheit, wagt jetzt der ^Tyrann nicht mehr Hand an ihn zu legen; doch weist er höhnend ihn ab, und drückender nur gebietet er seinen Kncch« re», die armen zu behandeln. Vergebens tröstet der große Mann, selbst durchdrungen von ihrem Elende, seine Brüder; vergebens muntert er fie auf, nur kurze Zeit noch geduldig zu tragen die Leiden, ihnen die nahe Erlösung verkündend. Eie hören ihn nicht, und nur ihr trauriges Schicksal beachtend, welches noch trauriger geworden, seitdem Moses ihre Freiheit gefordert "), rechten sie mit ihm und klagen ihn an, als den Vermehrer ihres Elendes. Tief ins Her; dringen ihm solche Worte, und machen ihn einen Augenblick wanken: Aber bald erwacht er wieder, und die göttliche Stimme ruft in seinem Innern, und mahnet ihn kräftig, nicht abznstehcn von dem Begonnenen. — Weder des Tyrannen hartnäckiges Widerstreben, noch die sch merzen tw und enen harten Worte seiner Brüder können hin« fort ihn stören. Muthig trotzt er jedem Kampfe, auch dem härtesten. — *) Erod. V. x, %. f.„ - ") Daselbst V. ao, rr.