Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1808)
- Article
- Neue Bemerkungen über die Juden, insbesondere über die Amsterdamer und Frankfurter Juden
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 98 (sequence 9)
- Language
- German
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98 einer andern Schrift erhoben habe» hier niederzufchreiben. Wie sehr diese den Werlh gelehrter Bildung fühlen» laßt sich dadurch beweisen, daß sie die Namen ihrer Ec. lehrten nur mit Lob erwähne»: die Namen eines Wolfs Heiden heim, Gelehrten Orientalischer Sprache;» Rödelheim bei Frankfurt, eines Llpmann Büsch enthüls, jungen Dichters, G eisenheimer, der mit einem der Stifter ihres Philantropins oder Armenschule eine Reise nach Dcrdün gemacht har, um daselbst die Pestalvzzische Methode zu studiren. Ich kann nicht umhin, dieser menschenfreundlichen Stiftung meinen herzlichen Beifall zu zollen, sic blüht noch immer und macht durch die Fürsorge ihrer Vorgesetzten die merklichsten Fortschritte. Der gelehrte und ehrwürdige Fürst Primas, dem keine Gattung guter Werke fremd ist, tragt jährlich sechshundert Gulden zur Unterstützung dicker Schule bei. Seine guten Absichten gegen die Juden sind keinem Zweifel mehr unterworfen; zum Belege dieses edlen Benehmens dient der Brief, den er mir hierüber geschrieben hat; so ist in seinen Landen der Leibzoll, den man den Juden anflcgte, aufgehoben worden, und in seinem menschenfreundlichen Beispiele ahmten ihm noch andere Regierungen mehr nach. Herr Hildesheim, Dcputirter beim großen Eanhcderin, spricht nur mit dem höchsten Enthusiasmus von der Herzensgute dieses edlen Fürsten. Nur freilich lassen sich nicht gewisse Hindernisse durch Wohlwollen, wäre dieses auch mit der Gewalt vereinigt, so bald aus dem Wege raumen. Wenn jemand sehr richtig sagte, daß Meinungen sich nicht mit Kanonen mederfchießen lassen,