Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1808)
- Article
- Neue Bemerkungen über die Juden, insbesondere über die Amsterdamer und Frankfurter Juden
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 96 (sequence 7)
- Language
- German
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9« Eeheimniß gelernt, sich in ihrem Posten zu erhalten, ohne,! ihren wahren Beruf zu erfüllen? Denn seit der Abreise,? der Abgeordneten hat sich ihr in den letzten Zügen liegen-, j der Despotismus durch neue Ungerechtigkeiten geäußert^? Zum redenden Beweise diene folgendes Beispiel. Es ist der, j Gebrauch, daß bei dem Leichcnbcgängniß eines Rabbiners, i alle Synagogen geöffnet werden, um daselbst öffentlich^ Gebete für den Verstorbenen zu verrichten. Da dieser Fach nun bei dem Rabbiner der neuen Gemeinde cinlrat, fr; halten die Acitesten nichts angelegentlicheres zu thun, als, ihr Dcthaus gegen die dringenden Bitten der Juden, di: sich häufig und in großer Anzahl bei diesem Leichenzng: einfandcn, zu verschließen. So hielt man auch nicht für nöthig, eine umständliche Biographie des Verstorbenen in die Amsterdamer Zeitung, die doch unter der unmittelbaren!; Aufsicht der Munizipalität steht, einzurückcn, und begnügt:,; sich bloß mit der einfachen Todesanzeige: hingegen vergaß! s nianmicht, den Tod eines Aeltestcn, der einige Tage dar-; auf erfolgte, mit den pomphaftesten Lobeserhebungen an-' zukündigen. - Außer dem allgemeinen Beitrag der Juden für bie j i hnlfsbcdürftige Stadt Leyden, sammelte die neue Gemeinde; zu diesem Dehufe noch unter sich besonders eine «öulninal von achthundert Gulden. Hierüber beliebte es der Amsterdamer Zeitung bloß zu sagen, daß diese Unterstützung von einer jüdischen Gesellschaft ringereicht wurde, und vermied mit großer Sorgfalt den Namen der neuen Gemeinde zu ' erwähnen, die doch dies« Auszeichnung nach dem strengsten Recht verdient hätte. Nicht minder auffallend muß uns