Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1808)
- Article
- Neueste Schrift: Über die Juden [Rezension]
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 49 (sequence 2)
- Language
- German
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49 ichun ist, der mnß nicht für, sondern gegen die Juden - schreiben. Wer für sie schreibt, ist überdem noch in einer ^'Lage, in die ein Anwalt kaum kommenzu können scheint.' ':Er kämpft für eine Partei, die, wie ich aus Erfahrung 'itivifj, von ihm auch nicht einmal Notiz nimmt. Wie könnte ^es auch anders scyn bei der Bildung des bei weitem großjten Theils dieser Partei!" j-(Seite 9 dieser Schrift) — die Religion ist das ..beste, das wirksamste Mittel, die Natur des Menschen in j allen Theilcn und Fähigkeiten zu veredeln, und ihr den -höchsten Grad der Vollendung zu geben, den sie anzunrhi men fähig ist.! Aber die Religion liegt nicht im Kreise des Grsetzge- bcrs : die vcrdorbenste eben so wenig als die gelautertste. ' Im Heiligthum kann es keinen Legislator geben, weder einen Gekrönten mit dem Zepter, noch einen Eewcihrtm mit dem Rauchfasse. - Religion besteht aus Meinungen und aus Handlungen, die auf jene Meinungen sich beziehen. Eie hat es einzig mit Meinungen, Grundsätzen und Gesinnungen, und mit Handlungen zu thun, die aus Gesinnungen sticsiea. Eie. ist im Geiste, und was sie wirket, kommt aus dem Geiste. . ' . . Sie ist das Werk der Speculatiow des Raisonnement-, oder der Imagination. Eie ruht entweder auf Ueberzeu« gung, oder sie lebt nur im Gefühl, und wirkt durch das Gefühl. Sir kann aber auch das Werk beider, der Ucbcrzcugung und des Gefühls seyn. - ' H. Jahrg. r. Band. - D. -