Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1808)
- Article
- Nachrichten, die Israeliten im Königreich Westphalen betreffend
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 22)
- Language
- German
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then auf Abwege, und trüben dir reine Quelle ihres Herzens.— Jahrtausende nach der Schöpfung strichen so hin, wo Las Hcrzmskleinod, das innere religiöse Gefühl, durch falsch gewählte Amßerungsmittel immer unwirksamer und fast gänzlich unterdrückt wurde. Nur wcnigeAuserwahlte, als Adam, No.a, Hanoch und d-echciligen Väter Abraham, Isaak und Jakob haben jenes Kleinod in seiner Lauterkeit M erhalten gewußt. Diese Heiligen sahen es ein, wohin der formelle Gottesdienst führen kann, wenn er sich zu weit von seiner Quelle entfernet, und sie 'verließen daher alle sinnlichen Gottcsvcrchrungcn, und daueren nur sehr selten, nur bei besonder» feierlichen Veranlassungen einen Altar, selbst zur Ehre des wahren Gottes drauf zu opfern: den wahren Tempel Gottes aber trugen sic beständig in ihrem Herzen. Nur durch große und edle Thaten, nur durch Tugend und wahre Frömmigkeit übten sie ihren Gottesdienst aus, und indem sie das allerhöchste Wesen mehr im Geiste als durch die Sinne verehrten, wurden sie mit der Gottheit vertrauter, und erlangten de» Grad der Offenbarung. — Unsre heiligen Väter bewahrten diesen theuren Schatz der ächten Religion ihren Nachkommen auf, pflanzten dir beiden Grundpfeiler des reinen Glaubens, Herz und Ehrfurcht» bei ihre» Kindern fort, und lehrten sie, mit der Außenseite der Religion behutsam fryn. Die Kinder Jakobs vermehrten sich, bildeten rin Volk; «der achsie geriethen in die ägyptische Sklaverei. Die knechtische Behandlung, die sie von dm Argyptieka erlitten^