Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 6 H. (1807)
- Article
- Über die Verhältnisse, in welchen die Juden in Deutschland ehedem zum deutschen Kaiser standen
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 392 (sequence 6)
- Language
- German
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4S» - kheilt *). Sodann erhielten auch die übrigen Reichsstäude, Und unter diesen die unmittelbaren Edelleute, in der Reichs« Polizeivrdnung zn Augsburg vom Jahre 154z (urter dem Titel: Juden), dasselbe Recht.- Die kaiserlichen Worte lauten daselbst also: „Wir setzen, ordnen und wollen, daß hinführo Niemand Juden aufzunehmen oder;» >,halten gestattet werden soll, als nur denjenigen, die von „uns und dem heiligen Reich Regalia haben, oder insoa- >,derheit derohalben privilegirt sind." **) Jndeß finden sich in der ftühcrcn Geschichte Beispiele genug, daß schon Vorher Reichsstande Juden aufnahmen, und Schatzungen Und Abgabm von ihnen erhoben. Denn so wie die alte« Ten Kaiser schon ftühzeitig ihre Reichsdomainen und andere FiskalrechtS an die Reichsstande verschleußten oder zu Lehne gaben, so , geschah es auch in Ansehung des Rechts über die Juden. 7 Bei manchen Reichsstanden mag es auch wohl usurpaiorische Anmaßung, Verjährung oder Herkomme« gewesen styn; die Kaiser waren öfters zu schwach, ihre Rechte geltend zu machen. Deshalb finden sich sogar Beispiele, daß mächtige Reichsstande die Judenschaften als wandernde Domainm gegen eine gewisse Geldsumme verkaufte» \; oder *) Im «eunlrn Kapitel §. 1 und s, mit den Wovten: nee non Judaeos habere. **) Dreß wird wiederholt in der Reichs-Posizei-Ordnms zu Frankfurt vom Jahre »s?7, Titulus XXs von Juden. -*■* Man sehe D0«j Handbuch de» teutsche» PrivatrechkS, rter Band, Scitr uz». Als eine besondere Ausnahme von der Regel scheint da» Recht einiger städtischen Magistrate, Jude» aufzuneh- Men, zu scyn. Dieß war z. B. der Fall zu Duder» - stad« im Eichsfeld;» S. Wolfs Gefihichke und ^^Beschreibung der Stadt Dudrrstadk, Seite »38«. zrs-