Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 6 H. (1807)
- Article
- Die Lage der Juden alter und neuerer Zeiten
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 363 (sequence 11)
- Language
- German
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Handelsmann von dem des Juden getrennt werden können. - V ' Des Herrn von D'ohm's Vorschlag, Laß von dm Kindern jüdischer Ekccrn nur eins (oder nach Verhaltniß der Kindcrzahl dcssclbm höchstens nur einige) sich dem .Handelsstande widmen dürfen; die übrigen aber Soldaten, Profcßionisten, Künstler, Gelehrte, Juristen, Mcdicincr, Occonomcn u. d. gl. werden sollen, ist unstreitig der beste, welchen man machm könnte. Dadurch würde der Handelsgcist endlich unterdrückt werden, indem das Angenehme, welches dem fleißigen Profcßionisten, dem kenntnißreichen Manne, dem tapfer» für das Wohl seines Landesherrn und Vaterlands durchglühtcn Soldaten u. s.w. ein sicherer und bestimmterer Lebensunterhalt gewahrt, den Abscheu gegen den Handel, dessen Ertrag größtentheils ungewiß ist, bei vielen Inden bewirken würde; sie würden lemcn, die wahre Ehre, die man dem Verdienste erzeigt , der falschen, nach den Begriffen des gemeinen Juden mit dem Handel verbundenen, vorzuzichen, und sich mehr bestreben/ dem Staate nützlich zu scyn. Mit der Ausführung des obigen Vorschlags dürfte nun in den Staaten, wo die.Jude» die bürgerlichen Rechte genießen, nicht gesäumt, sondern sogleich der Anfang damit gemacht werden. Daß die Juden eben so gut als die übrigen Menschen ' in dem Staate brauchbar feyn und werden können, daran zweifelt wohl jetzt Niemand mehr, welcher die Lage der Sachen mit unpartheüschen Augen betrachtet. Kein Einwohner eines Staats darf als unnütz und überfläßig betrachtet werden, ein jeder derselben kann von einer «eisen Regierung an dm . gehörigen Ort gestellt, dem Staate