Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 6 H. (1807)
- Article
- Die Lage der Juden alter und neuerer Zeiten
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 362 (sequence 10)
- Language
- German
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klaffe ein größeres Augenmerk zu richten, die durch barbarische Gesetze gezwungen war, bloß ein einziges Gewerbe zu betreiben, welches einen jeden Menschen ohne Unter, schied sehr leicht zur Jmmoralitat verleiten kann, "die also in gewissen Untugenden, dm gewöhnlichen Gefährtinnen des Handels, durch Gewohnheit veranlaßt, beharren könnte. Eine völlige Freiheit auf der einen Seite, ohne kräftige Maaßrcgel, die Quelle, welche die Mitcinwohner jüdischer Religion unglücklich macht, wenigstens zum Hei! der Zukunft, zu verstopfen, das heißt: ohne dem Handelsgcist, der sich vieler Juden auf.eine ihrer Moralität nachrhcilige Art bemächtigte, oder durch die Strenge voriger Regierungen sich ihrer bemächtigen mußte, mit Kraft entgegen zu wirken, eine solche Freiheit würde die Regeneration der Juden nicht so ganz zum Wohl des Staats und der Juden bewirken können. Der gewöhnliche Jude würde immer nur die ihm gegebene Freiheit als ein gnädiges Geschenk betrachten, das ihn in den Stand setzt, einst den Handel seiner Kinder recht ausgcbrcitet zu sehen. Ich habt daher schon oben gesagt, daß die Zahl der Handelsleute und besonders der Kleinhändler und Trödler unter den Juden nur durch Hülfe weiser Staatsgesetze in der Folge immer weniger werden wird. Diesem verderblichen Geiste, der schlechterdings außer dem Kreise der jüdischen Religion liegt, muß kräftig für die Zukunft entgegen gearbeitet werden, obgleich «S jetzt ungerecht styn würde, wenn man Menschen, die nichts anders als den Handel verstehen, durch Einschränkungen in dem Erwerb ihres Lebensunterhalts hindern wollte- Doch in der Folge muß der Begriff ^Han-