Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 6 H. (1807)
- Article
- Die Lage der Juden alter und neuerer Zeiten
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 357 (sequence 5)
- Language
- German
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3 57 .-kr Regel nur wenige Freunde, vielmehr stets Gegner haben, welche Fehler und Mängel an ihnen zu entdecken wissen, wovon selbst die Geschichte des Tages die überzeugendsten Beweise giebt. Die Schriften wider die Juden waren indessen von verschiedener Art. Manche ihrer Verfasser traten als gelinde, manche hingegen als heftige Gegner der Israeliten auf; doch sprachen sich in den weisten dieser Schriften die blinde Wuth des Religionshasses, der sich mit dem herrschenden/Differentismus keineswegs vereinbaren ließ, sowie der Vorzug, dessen man sich gegen Geduldete bewußt war, kurz, die elendesten Leidenschaften aufs deutlichste aus. Alte, verrostete Hypothesen aus dem Jdeenvorrathe irgend eines Jndenftindrs'de^ Vorzeit, dienten gewöhnlich dem Ganzen als Basis des ausgesprochenen Urtheils über die Schädlichkeit der Juden im Staate. Man betete das Alte oft nach , bauete darauf ein neuesWebaude, welches,^wie -natürlich,, immer-yoch weit schlechter war, als das alte , üyd der-Pöbel sprach die Worte.der Schriftsteller, die bei Anftrttgung-ihrer Schmähschriften auf das ApplaudWNient ihres Lesepublikums sicher rechnen konnten, amsig nach, so daß oft der Zweck mancher bösartigen Menschen , die ÄudmMplündern und zu ermorden, hifr und da beinahe erreicht wörden Ware, wennnichtdi^bessergrsmntenRegiemngen-diesem Unwesen immer Einhalt gethan hätte«. Das Blatt hat sich nun geschwind gewendet! Alles Schnlgezank muß mun von selbst ein^ndechabrn. Der alte" Streit, ob die Juden Menschen find, oder nicht, hört nun mit einem Male größtentheils auf. „Gleich e. R echte de» Einwohnern des StaatsL"heißM die großen