Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 5 H. (1807)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 339 (sequence 2)
- Language
- German
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339 Klima der Erde, im Garte» Gottes, der die Wiege der Nationen, die erste Tildungsschulc ward für Tausende von Generationen! Hier spann ein seliges Menschcnpaar den Faden, der sich immer weiter und weiter fortzog und biS in die Unendlichkeit verwickelt. Goldene Zeit! wo die wunderbare Hand einer schaffenden Vorsehung am Seile der Liebe ihre Zöglmge leitete, ihre Kräfte übte und ihre Fähigkeiten entwickelte durch heilsame Mittel,-die nur allem geschickt waren, die Erziehung der Ncugebohrncn zu bewirken: „Ihnengalt Weisheit statt Wissenschaft; Gottesfurcht statt Weisheit; Eltern-Gatten- und Kindesliebe statt Artigkeit und Ausschweifung" u. f.iv. *) Und so umdämmerte sie der goldene Morgen der Kindheit und zauberte ihrem genügsamen Auge alles in eine rhrfurchtbare Gestalt. Auf dem Felde, in dem Haine thronte ihnen die Gottheit, von ihr sahen sie sich umgeben, von ihr bei jeden: Schritt begleitet. Dort pflegte und wartete sie selbst die Gewächse des Frommen und hier verweigerte sie Fruchtbarkeit den Saaten des Gottlosen, der die Tugend nicht mehr lieben wollte; sie selbst öffnete den Himmel, und aus seinem reiche» Schatze quillt Segen dem Guten, doch den Dösen trifft der Donner, und den Blitz, den zündenden, schleudert sie in des Ungerechten Wohnung; hier sah man Gesandte des Himmels in die Hütte des Irdischen steigen und dort sah sich der furchtsame Wanderer vom Chore heiliger Seraphim umgeben. — Das Hirtcnlcben war besonders dazu geeignet, sie i« ihrer kindlichen Einfalt zu unterhalten und ihr schuldloses ~ - ' ■ . Herz *> Siche: Auch eine Philosophie der Geschichte.