Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 5 H. (1807)
- Article
- Glaubwürdige Nachricht von der in Polen und Lithauen befindlichen Sekte: Chasidim genannt
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 323 (sequence 16)
- Language
- German
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I *!■;;?lV'r! Z2Z unmoralischen Lebenswandel sich merklich auszeichnet. Und cndlich drittens wissen die Christen, daß in-unftker-Reli» - gion selbst, sowohl für die Moral als für den Staat nichts nachthciliges enthalten sey, und daß wir selbst die Grundsätze der Moral eben so heilig halten wie andere Nationen. Der einzige Scheingrund, den manche zur Verachtung der Inden haben mochten, liegt in den Bettügereien, die man den Jude» vorwirft; viele hingegen sehen es aber mtd) jetzt ein, daß cs nur cin Scheingrund ist. In jedem Menschen liegt der Hang, sich das zu erwerben, Wasser , zu seiner Subsistenz für nothig halt; bei dem Erwerb selbst sucht einer mehr, der andere weniger dm Regeln der Mora! treu zu bleiben, und wie weit er wirklich diesen treu bleibt, dieses fallt bei dem einen Gewerbe mehr als bei' dem andern in die Stagwe-. , : Was das Ecwerb der Juden betrifft, nämlich den Handel, zu welchem sie die herrschende Parthei verdammt hat, und auf welchen sich ihr Eewerb ausschließlich ein-' schranken muß, so fallt bei diesem jeder geringe Betrug mehr in die Augen, und kann von einem jeden bemerkt werden.. Uebcrdieß ist der Handel der Juden selbst so eingeschränkt, daß ihnen der Handei mit vielen Waarenarti«' kcln ganz verboten ist. Dieses gab wahrscheinlich die Der»' anlassung, daß erstens der Jude der Beobachtung nähet geführt wird, und zweitens, daß die starken Abgaben, die er entrichten muß und die seine Bedürfnisse vergrößern^ ihn bei einem so eingeschränktem Erwerbe öfters nöthigen, Auswege zu machen, deren der Christ nicht bedarf, und die er auch nicht machen kann, ohne für den gehalten zu werden, wofür man allgemein den Juden halt. Daß wir dessenungeachtet ZV-----': «N-