Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 5 H. (1807)
- Article
- Über die Verhältnisse, in welchen die Juden in Deutschland ehedem zum deutschen Kaiser standen
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 296 (sequence 6)
- Language
- German
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/ c-iales. Eben derselbe wiederholt diese von ihren Vorfahren sich herleitende Knechtschaft in dem, im April des Jahres isg/gegebenen Wiener Diplom bei Lambecius (Liblioi-beca 6aes. vürclec. Hb. II. <^ap. 5. pag. 8.). Ich übergehe die vielen'Urkunden der nachfolgenden Kaiser, in denerr der Juden als kaiserl.Kammcrknechte Erwähnung gestlsieht, und sine als ausgemacht voraus: daß die Kaiser bis zu dm Zeiten der goldenen Bulle das alleinige, ausschließliche Recht des jüdischen Schutzes als ein kaiserliches Reservatrecht behaupteten. : Daß der Kaiser das Recht gehabt habe, frei und ungehindert mit dem Eigenthum cher Juden zu schalten und zu walten, erhellet aus den kaiserlichen Befreiungsbriefen von Judenschulden, deren wir noch mehrere haben.—Ich will zu mehrerer Begründung dieser Behauptung einige miführen, zumal da sie auch in so mancher andern Rück- ‘ sicht interessant sind. ' Der e rsi c- DefrciunMbnesi isi^ssm^Kaifm Hm d w i g, der den Burggrafen Johann zu Nürnberg von der Bezahlung der Judenschulden völlig frei spricht. Die Urkunde ist zu Schcrdingen am Tage der heiligen Agathe (den 5tcn Februar) im Jahre 1343 darüber^ ausgestellt: „Wir'Ludewig von Gottes Gnaden, Römischer Kaiser, zu fallen ZeitmMchrer des Reichs, bekennen r;nd chun öffent- „lich mit diesem Briefe kund, daß wir (der getreuen, ^haften und^dankbaren Dienste willen, die uns-und deM- ^RrichederEdelman, Johann Burggraf zu Nürnberg, unser lieber Garmcr, immer willig gethan hat „und noch täglich mit allem Fleiße thut,) ihn und seine