Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 5 H. (1807)
- Article
- Über die Verhältnisse, in welchen die Juden in Deutschland ehedem zum deutschen Kaiser standen
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 5)
- Language
- German
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fett 3. Thl. 70. B. t. §.) Andere behaupten, jchbch mir wenigem Grunde, daß die Kaiser durch die Juden die'Abgaben der Christen hatten eintreiben lassen und daß sie davon den Namen Kammerknechte erhalten hatten, (Lim~ naeus Juspubl. Cap. 9. §. 5a.) Die richtigste Meinung von dieser Leibeigenschaft der Judm giebt Danin seinem Handbuch des heutigen deutschen Privatrechts VII. S. 2z» u. f. an, indem er behauptet: mast habe die Juden da- Mals als usurarios und Lsenatores puhlico» betrachtet, in welcher Eigenschaft sie schon an und für-fich^-auch-ohM" Rücksicht auf ihre Religion der kaiserlichen Kammer als ihre Leibeigenen heimfallen mußten. Wenn daher ein Jude ohne Erlaubniß von seiner Heimach wegzogodrr-stüchtig wurde, so zogen die Kaiser seine Güter als bona vacantia |u ihrem Fiskus, oder schenkten ihre zurückgelassenrn Güter an Erz - und Bischöfe oder sonstige Herren. Insbesondere war dieß im I. 1286 der Fall, wo ein Beschienen war. Das vermochte eine unzählige Menge deutscher Juden übers Meer zu ziehen, um an dem Reiche dieses neuen Messias Ancheil zy nehmet» *). Die älteste Erwähnung der Juden alsKammerknechw geschieht in dem Briefe Friedrichs Ü. bei ketru» ßs Viueis Vl. »2. Omnes et singuli (Judaei) degentes ubiqiie per terras nostrae Jurisdictiom subjectas; Cliritianae legis et linperii praerogativa. qua dominamua et vivimus, servi sunt nostrae Camerae spe» / ciales. *) S e n k en bo r g selecta jurid. -eirltistor. Tom-. Vfr