Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 4 H. (1807)
- Article
- Versuch einer freien Übersetzung des 5. und 53. Kapitel des Jesaias
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 248 (sequence 7)
- Language
- German
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248 Scheu verbarg den düster» Blick er uns. Nicht geachtet seyn ist Schmach! — 4. Launen ertrug er wohl, Kränkungen auch mit Geduld. Wir hielten ihn vom Höchsten bestimmt Zu Plagen nur, Marter und Qualen. $, Und bestürmt von Bosheit wurde er Und bedrückt von Eigennutz überall! Friedlich gesinnt schien die öffentliche Lehre gegen ihn» Doch Wonne fühlten an seinen Wunden wir» 6. Schafen gleich irrten wir alle umher, Seinen eignen Weg ging jedermann» Nur ihn hatte das Schicksal Zur Zielscheibe allgemeiner Verfolgung ersehn! 7. Niedergedrückt, mißhandelt wurde er: Nicht den Mund ihat er auf. Lämmlein gleich zur Schlacht geführt, Schäflcin unter des Schäfers Hand verstummend That er den Mund nicht auf! — 8- Ihn verstoßen kann der Staat *)׳ die Verfassung— Seinen redlichen Wandel erftbüttem nimmermehr! Ihn verbannen aus'dem Lande der Lebendigen gar— Die Schuld brandmahlt sein Zeitalter, nicht ihn! 9. Ob ein schimpflich Grab ihn einst umfängt, Oder glanzend Monument — gleichviel; Anrecht verübte er nie» Trug führte im Mund'er nie.— —— ro. Wohl wars des Höchste« Wille Ihn *z Eine« ähnlichen Gebrauch dieses Wortefindet man in - de» Psalmen Kap. -07. D. zpi ׳