Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 4 H. (1807)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 232 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Kinder damit impfen zu lassen, als auch eines jeden Menschen zur Verbreitung dieses wohlthätigen Mittels alles anzuwcndrn sey. In Ansehung, jener, welche aus zu übertriebenen und schwärmerischen Rcligionöbcgriffcn gleichsam dem Fatum huldigen, und die Schutzblattern als Eingriff in die göttliche Providcnz verschreien, sagt er sehr schön : „Diesen Uebcrfrommcn, die solche schiefe Ideen von der weisen Einrichtung des Weltalls haben, möchte ich erwic« dcrn: Wozu also alle ärztliche Hülfe, wenn ihr erkrankt? Wozu alle Krankenansialten? Warum inischt ihr euch in die göttliche"Vorsehung, und wärmt euch im Winter?" Er beweist ihnen aus verschiedenen Stellen jüdischer Schriftgelehrten, daß man nicht nur in Krankheiten, sondern bei allen Fällen sich der natürlichen Wittes zu bedienen schuldig sey, und sich nie auf Wunder verlassen darf. Nicht minder beantwortet er den Einwurf einiger Skrupulairten anderer Art, welche die Kuhpockcn aus dein Grunde nicht znlaßig finden , weil nach talmudischen Gesetzen niemand sich selbst verwunden darf, durch die natürliche und sehr einleuchtende Einwendung, daß dieses Verbot nur bann anwendbar sey, wenn die Verwundung mit/dem Vorsätze geschähe, um den Verwundeten Schaden zuzufügen; nicht aber, wenn dieselbe zu dessen Vortheil unternommen wird, da sonst auch die Oeffnung einer.Ader her j hitzigen Krankheiten (Rcc. möchte hinzusetzcn, selbst die Deschmidung) nicht zulaßig wäre. Er berührt auch die Einwürfe einiger Aerzte, selbst, jüdischer Nation, und vorzüglich jene des H ofraths und Professors Markus Herz in Berlin, welche wider die Kuhpocken stimmten, und fetzt ihnen die Beantwortung eben so großer Arrzft, und was