Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 4 H. (1807)
- Article
- Bemerkungen über den Kulturzustand der Juden in Böhmen
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 221 (sequence 13)
- Language
- German
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p i: H an dafür eingehenden Maaren. Wenn der Uhrmacher von Genf aus Mefstng und Stahl im Wcrlhe von etwa 2 Fl. eine Uhr verfertigt, die er um 30 Fl. auswärts absttz^ und dann für diese 30 Fl. 15 M. Korn kommen läßt, ist feine Kunsiarbeit für Genf nicht eben so fruchtbringend als eines Landmanns, der 15 M. von seinem Feldstücke gewonnen hatte. Man legt eine Seidenfabrik an: die dabei verwendeten Arbeiter verzehren die Fcldfrüchter die Seidenwaare wird ausgeführt, der Staat erhalt dafür den Werth. Ist hier die Seidcnfabrik nicht erzielend? Ist es für den Staat nicht gleichviel, ob er Korn in der ursprünglichen Gestalt oder Kom in Seidenwaare umgeändert ausführt? Nur daß die Kunstarbcit einen Absatz verschafft, den der Feldbau nicht gefunden hätte; nur daß die Kunstarbcit einen Zuwachs an Beschäftigung, einen Zuwachs an Bevölkerung mehr giebt. " Der als Dichter und Statistiker gleich geist - und gehaltvolle Graf Soden stimmt dieser Meinung bei, wenn er sagt: „Hat es die Nation in der industriellen Produktion bis zu einem Dollendungspunkte gebracht, so öffnet auch dieß dem innen» Kammer; einen bei weitem großem lukrativem Wirkungskreis, als der bloße Tausch roher Urprodukte gegen fremde Fabrikate, oder Eintausch fremder Fabrikate gegm Weltmunze. —- *); Man werfe einen Blick auf die Geschichte , und man wird immer finden, daß die wahre Größe eine- Staats von der Größe des Kunstprißes seiner Bürger abhängt. Aegypten ist die Wiege der Kultur, hier entzündete fich * '; ' - ' V prrrst - *) Dir Nationalökonomie von Jul. Gr. v. Soden. Leipzig I8v6.