Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 4 H. (1807)
- Article
- Bemerkungen über den Kulturzustand der Juden in Böhmen
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 218 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2304627-2304646-2304648-10856500-2314793--00925-2315116- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
18 Künste , Gewerbe u. f. w. ist der richtigste Maßstab zur Bestimmung der Kultur eines Volkes. Nicht die Volksmenge als physische Vielheit betrachtet, — sondern die gelauterte gcnialischeMasse erwerbsfähiger und wirksamer Völker als die reellen Kräfte, so wie die Art und Weise ihrer Wirksamkeit, sind der mächtigste Hebel, welcher das Glück, die Festigkeit und den Wohlstand eines Staats hergangSmaßig begründet hat. - - ' " : „Das ausgemachteste Kriterien zur Bestimmung der Nationalkräfte ist: die Bevölkerung und Leichtigkeit ihrer Sclbstcrhaltung, — wo der gemeine und größte Haufe ' einer Nation zu produktiven Gewerben sich brauchen und unterhalten laßt; dadurch die Macht und Unabhängigkeit der Nation von ihrer merkantilen Seite her so gesichert als für die Folge außer Gefahr gesetzt ist. Nur auf den Acckern und in dem Werkstätten, nur in Manufakturen und Fabriken keimt und blüht die Größe und das Wohl der Staaten, — nicht in der bloßen Vergrößerung derselben; denn diese unterdrücket sie. Auf dem Felde der Kulturweiches der Kunsifleiß befruchtet, entstehen die wahren Reichthümrr— das Glück der Völker!—"*) . Nur möglichste Verbreitung aller Industriezweige, nur Anlegung von Manufakturen und Fabriken kann den Wohlstand und das wesentliche Glück eines Staates befestigen. Unabhängig von der ganzen Welt hat ein solches - , ' , ' Volk *) Franz a. a. £>.