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Sulamith · 1807-01-01 · 2. Bd 3 H. (1807) · p. Seite 185

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
2. Bd 3 H. (1807)
Article
Bemerkungen eines Reisenden über den Charakter der Einwohner in Galizien
Date
1807-01-01
Page
Seite 185 (sequence 4)
Language
German
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Söhnen Israels.—„Men hat so fciclcö von dm In« dm in Galizien gesagt und geschrieben, daß man sich lächerlich zu inachcu droht * wenn man noch von diesem Gegenstände spricht. Und doch ist es nökhig, diesen Ecgcnsiaiid noch einmal aufzunehmen, che man ihn beendet zrr haben glaubt. Die Meinung des statistischen Publikums und selbst achtungSwurdigcr Personen besieht darin, daß die 300000 Juden in Galizien an allem Nebel dieses Landes die Schuld trügen, und daß man dieses Menschengeschlecht entweder vertilgen, oder zur Taufe zwingen, oder endlich, daß man ihm das, Bcdürfniß einer Kultur fühlbar machen müsse. Die Juden, sagt man, sind es, welche, indem sie überall den Drandtweinpacht inne haben, dieses Gift durch ganz Galizien verbreiten, sie sind es, welche daS Volk berauschen und in Dummheit versetzen, welche jeden Geist der Industrie ersticken, indem sie das Land niit den Maaren überschwemmen, die sie aus der Fremde herbeiführen, und rohe Materialien ausführen, die man im Lande ver> arbeitm könnte. Es ist wahr, daß die Juden alles, das thun; aber wenn es diese nicht thun, würden nicht die Christen in ihre Stelle treten? Ich kenne sehr christliche Grundeigmthümcr, die ihre Untcrthanc« so gut als die Juden mit Brandtwein berauschen; es giebt sehr christliche Herren, die statt auf ihren Gutem Tuch Leinewand« oder Lederfabriken anzulegen, die Haute, die Molle ihrer Heerden, ja selbst den Flachs ihrer Felder ausführe«. Der Unterschied zwischen dm christlichen Deut'elschneiderir und den Juden besteht nur darin, daß die Juden bei einer Maare sich mit einem sehr kleinen Profite begnügen, wo, die Christen guldcmveise gewinnen wolle«. Die Juden, statt

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