Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 3 H. (1807)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 176 (sequence 8)
- Language
- German
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VjG -י——״— ler der Religion betreffen: Als einen gütigen liebevollen Vater hatte Abraham bis jetzt seinen Gott kennen gelernt; seine strafende Hand aber hat er noch nicht gesehen. Daß Gott nicht nur gütig, sondern auch gerecht und heilig und der moralische Wcltrcgicrer scy; daß gute Handlungen seine Gnade, die bösen hinge- : gen sein Mißfallen erregen: daß jedem Verbrechen nicht nur mittelbare, sondern auch unmittelbare Strafe folgt: daß die fürchterlichen Veränderungen in der : Natur dazu berufen sind, diese Strafe zu vollziehen und '• durchaus kein Werk des blinden Zufalls sind: daß diese j strafende Gottheit, von Rachsucht weit entfernt, den Un-! schuldigen von» Schuldigen mrterscheidct. — Diese Wahr- Heiken, unzertrennlich von dem W-ffen der Religion sollte Abra- Ham als ein lebendiger Zeuge von Sodoms Untergang recht anschaulich kennen lernen. Sie waren ihm damals und sind jetzt einem jeden, wichtig und unentbehrlich. Und der sage nicht, daß die Flamme der wahren Religion in seinem Düsen lodert, der diesen Wahrheiten nicht gchuldigt! Von dem Engel, seinem hohen Gaste, erfährt Abraham das schreckliche Strafgericht, welches Sodom erwartet. Welche Wunde schlug diese Nachricht seinem zarten Gemüthe! Wie blutete sein Daterherz, das einem jeden liebevoll entgegen schlug! Eine ganze Stadt verheeren sehen! — Wohl sinds Sünder! — Aber doch meine Brüder, Kinder eines Gottes, Menschen in seinem Ebenbild. Sollte׳.» sie nicht wieder auf den Weg der :Tugcnd zurückgcführt werden können? Sollten nicht die wenigen Guten unter ihnen die Irrenden von ihrer Thorheit heilen können? Sollte auch kein Fünkchen der Gottesfurcht ״ . . mehr