Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 3 H. (1807)
- Article
- Nachtrag, die jüdische Freischule in Berlin betreffend
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 2)
- Language
- German
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tic cbein Jugendfreunde jüdischer Eonfesnon mit der trarü rigcn äußern Lage dieser Anstalt bekannt zu machen, und Cie um Verbesserung derselben zu ersuchen. Diele unter dein Namen der jüdischen Freischnle schon seit z-o Jahren bestehende Anstalt, erhalt sich bekannter Maaßcn theils durch die freiwilligen Beitrage einiger guten Menschen, thcils durch das geringe Lehrgeld der Schüler, thcils durch das, was etwa durch die orientalische Buch« druckcrei und die Armenbüchsc einkommt. Alle diese Hülfsqucllen sind bei den unglücklichen Ereignissen, welche unser Land im vorigcn Winter getroffen hatten, so sehr persiegt, daß der hoffnungsvollste Math nur wenig Trost zur fernere Fortsetzung und Erhaltung der Schule daraus schöpfen konnte. Ein großer Theil der Beitrage wurde aufgekündigt, mehr als die Halste der Schüler, die von Stipendien lebten, konnten das Schulgeld nicht erlegen, und sind abgegaugen, und von der Druckerei gieng fast gar nichts, so wie von der Armen- Büchse weniger als gewöhnlich ein: die Auflösung der Anstalt schien unvermeidlich. Nur ein guter Genius, der cs nicht vcrstatten wollte, daß Berlin, diese Stadt, auf deren Einwohner jüdischer Confession ganz Europa seit einem halben Jahrhundert als auf wahrhaft gebildete Menschen sähe, eine Anstalt verlieren soll, die ihre ärmere Jugend zu bessern und gesitteten Leuten macht — dieser Genius, sagen wir, der über Alles, das Kleinste, wie das Größte wacht, gab den braven Lehrem dieser Anstalt, den edelmüchigc» Gedanken kl«, sich einstweilen mit dem Wenigen zu begnügen, was v - - - ein»