Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 2 H. (1807)
- Article
- Fragmente einiger Betrachtungen: Über den Aberglauben in der Religion
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 83 (sequence 2)
- Language
- German
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83 lassen, durch Geißelschläge feinen Körper zu zerfleischen, sein Leben in beständiger Einsamkeit zuzubringen, wie die ten: das ist doch, eigentlich genommen, so etwas Tdnme* Hes-mcht. Es ist wahr, auch dabtt-nmß-Mk-MWchD^ manchen Leidenschaften und Lieblingsneigungen entsagen? aber er findet auch dafür seine Belohnung darin^ daß er die höchste und heftigste aller menschlichen Leidenschaften, seinen Ehrgeiz, dadurch befriedigt. Äer Geruch der Heiligkeit und Frömmigkeit, den er dadurch bei feinen Mit« Gottes sich dadurch zu erwerben, eine höhere Stufe im HimmrNu'ersteigen, ist zu süß, zu schmeichelnd, als daß erdeswegen sich nicht noch größereAufopfemngen^gefaüen lassen sollte. Es kämpft alfo^hierbei"LeidenWäft^äeaW" Leidenschaft in ihm, was Wunder, daß dre-stärkM^Wtz" Vorrang gewinnt. So ist es nicht mit der-strengen Befol« -gung moralischer Vorschriften. Hier kämpft nur Vernunft gegen Leidenschaft, Gründe gegen wilde Begierden und dem Siege folgt keine äußere Belohnung, manchmal wohl daS Gegenthril. Ein solcher Kampf kostet oft die größten-An-- sirmgnngen und fordert bei weitem mehr Entsaauna. als -alle widernatürliche-Behandlungm, denen^an^femerrMr-" per unkerwirft. In den Fällen, wo die Ausübung einer Tugend mit Mem EerMMälgeMeln Collifion kommt, wird bei dem gemeinen Manne nicht ftltm die ersiere das Nachfchen haben müssen, ebm weil man das letztere für da!s wichtigere hält und auch weil es bei weitem Ms leichtere ist. Mt Rechklannman also behmlpten, oaß der Abergläübeln