Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 1 H. (1807)
- Article
- Nachrichten von den jüdischen Schulen in Wolfenbüttel, Frankfurt am Main, Berlin und Deßau
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 44 (sequence 4)
- Language
- German
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44 : bare cifrigst fort und bauet nach dem Geiste der Zeit und der wahren Religion angemessenen Prinzipien, das Gebäude der Humanität in euer» Nachkommen auf! Säumet ja nicht: denn jede Vcrnachlaßigung eurer selbst, — besonders in den jetzigen Zeiten — ist gewiß die höchste Sunde, die ihr, dem Willen des Allmächtigen zuwider, begehn könnet! Diejenigen Einwohner jüdischer Religion in den großem Städten, welche Schulen zu etabliren wirklich Willens sind, dürfen ja nur bei dem Etablissement solcher Anstalten die Einrichtung anderer jüdischen Schulen Deutschlands, als z. B. in Berlin, Breslau, Deßau, Seesen, Frankfurt am Main und Wolfenbüttel, zum Maaßstabc nehmen. Was nun aber unsere Glaubensgenossen in den kleinern Städten und in den Flecken betrifft, so könnten, unmaßgeblich, diese wohl ihre Schulen nach folgendem Vorschläge etablircn und cinrichten. Da nämlich überall, w» Juden wohnen, die Eltern zum Unterricht ihrer Kinder Lehrer annehmcn, so treten die Eltern, nach vernünftiger Anerkennung des Bessern, zusammen^ vereinigen sich über Lie jährlichen Beitrage, welche sie, nach Maaßgabe ihres Vermögens, zum Besten der Bildung ihrer Kinder leisten wollen, und welche zur Erhaltung eines oder einiger Lehrer, je nachdem die Anzahl der Gemeinde ist, hinreichend seyn müssen. Ist dieß geschehen, so erwählen sie einen von Sachkennern in einer großem Stadt gegrüften und empfohlnen, tüchtigen Mann zum gemeinschaftlichen Lehrer ihrer Kinder. Die Pflichten eines solchen Lehrers würden ungefähr darin bestehen, die Kinder auf alles Gute dergestalt aufmerksam zu machen, daß sie es sieben lernen, und sie hin»