Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 1 H. (1807)
- Article
- Über die Authencität der Massora
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 5)
- Language
- German
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34 tigtn Erklärung der Bibel, über die Massora nämlich, anzustellen. Als Mosaiken liegt es uns mehr als al» len andern Glaubensgenossen ob, über den Urheber und über das Zeitalter dieses heiligen Ucbcrrcstes uralter Zeiten aufmerksam nachzuforschen. . Sie, die Massora, ist für uns der einzige sichere Leitstern bei der Erklärung und Aus» jlegung der heiligen Schrift. Nichtmosaitcn erlauben sich mehrere Abweichungen. Manches ihnen nicht Konvenirende erklären sie geradezu für rabbinischcs Spielwcrk; viele pa» kaogorische Bemerkungen halten sie für bloße challigraphische Verzierungen. So werden bei ihnen zuweilen unnölhi» ger Weise ganze Wörter verstümmelt, wenn man nur mit historischen oder philologischen Kenntnissen geschmückte Con» jckturen aufstellen kann. Der verewigte Mendelssohn hat indessen in seiner vortrefflichen Psalmübersctzung zur Genüge gezeigt, wie sehr solche Abweichungen unnöthig sind. Eie wissen, mein Freund, daß auch wir bei unserer Ueber» setzung der 12 kleinen Propheten der Fahne der Massora treu geblieben sind; und daß wir dadurch nichts verloren haben, zeigt der Beifall mehrerer christlichen Philologen, dessen sich unsere Uebersctzung zu erfreuen hat. Ich schweige übrigens von dem Nachthcilc, der ans jenen Abweichungen für die Anhänger des mosaische» Gesetzes entstehen kann. — Ich wage es also, einige Ideen über Massora für Ihre Sulamith zu bestimmen. Würdigen Sie silbige, m. F., einer nähern Prüfung, und da wir bis jetzt keine gründliche Abhandlung hierüber, sondern bloße Resultate haben, so mag meine Bemühung nur dazu dienen, Ihnen zur Aufstellung Ihrer Ideen, die gewiß von keinem gerin» gm Nutzen seyn werden, Veranlassung zu gebm. — ■ > ' Dm