Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 1 H. (1807)
- Article
- Über die Authencität der Massora
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 2)
- Language
- German
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Frankel, die sie beide so manches Lobenswerthe zur Bildung unserer Nation beigerragen haben, war cs alle!« aufbewahrt, auch dieses kulturbefördernde Mittel ju Stande zu bringen. Die Geißel des Fanatismus beugte nur allzulange unsere Brüder unter dein harten Joche des Min« den Rcligionscifcrs, wodurch alle Geisteskräfte erstarrend danieder lagen. Endlich hat die allgütige Vorsehung die - Herzen der Regenten zu »nserm Wohl gelenkt. Die politische Lage unserer Nation wird bald unter milderer Regie» rungsform bequemer und angenehmer werden. Soll aber die Verbesserung ihrer politischen Lage von Dauer seyn, soll kein trauriger Rückfall eintretcn, so bedarf es zugleich einer Verbesserung ihres moralischen Verhältnisses, welches sich zu jener wie Geist zum Körper verhalt. Sehr richtig bemerkten Sie indessen, mein Freund, in Ihrer Einleitung zur Sulamith, daß eine solche Verbesserung des moralischen Zustandes nur von Innen nach Außen zu gebildet werden kann. Keine äußere physische Kraft, keine weltliche Macht bringt diese hervor» aus dem Inncm der Nation muß sie hcrvorgehen. Daher können nur herzliche, treue Ermunterungen, die das Gepräge der Wahrheit an sich tragen, gehörig wirken. Neues Leben bringen dieselbe in die ermatteten Glieder, die Kräfte erholen sich, und frei und ungezwungen wirkt der gestärkte Geist wieder. — Sollen Humanität und Kultur unter einer Gesellschaft befördert werdest, so müssen auch die Mittel dazu reichlich gegeben seyn. Daher sind zuvörderst freimüthige, scheulost Rügen alles dessen nörhig , was den Geist und den Sinn rödtet, Mißbräuche, absurde Ceremovien, die zu nichts dienen, als die. edlen Kräfte des Geistes -ju, v ' schlaffen»