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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 6 H. (12.1806) · p. Seite 481

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 6 H. (12.1806)
Article
Über die religiöse Bildung der Frauenzimmer jüdischen Glaubens
Date
1806-01-01
Page
Seite 481 (sequence 9)
Language
German
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43i dieß oft fmntofc Gesetze und war ein ortodoxcv Wesen, daS in unfern Zeiten in der Thal sehr abgeschmackt wäre. Allein waren nicht selbst die Erfüllungen der Gesetze — aus gutem Herzen und oft aus schwärmerischer Ergebenheit in Gott entstanden— die Mittel zur Erfüllung anderer moralischen Pflichten, indem das Weib gleichsam durch Gottes Hand an Pflichterfüllungen gewöhnt war? Doch keine Apologie der alten übrigens elenden Erziehung unserer Schwestern. Fade und übel genug waren die religiösen Bücher, die sic lasen; jedes heutige Mädchen, dem cs um wahre Bildung Ernst ist, würde ich vor solcher Lektüre aus wichtigen Ursachen warnen; allein wer kann es aber auch wohl laugnen, daß auf jenem Todtenacker unter dem Unkraute nicht auch manches bescheidenes Veilchen blühte, das, von zarter Hand gepflückt, dem Busen des Mädchen zur Zierde dienen konnte,,daß ferner nicht manche religiöse Ideen, die unser» heutigen Mädchen fast völlig fremd sind, in diesen Büchern geeignet waren, das Her; zu veredeln und sic für das Göttliche zu stimmen? Trifft man wohl häufige Beispiele ehelicher Untreue oder Zwietracht unter den ehemaligen Juden? Sprechen hier nichrvielmchrThatcn für ihre, wo nicht gute, doch wenigstens unvcrdchbte Bildung? Jedem heutigen gebildeten Juden würde freilich ein Mädchen nach d ies«r ehemaligen Bildung als Gattin nicht zu empfehlen seyn; denn es herrschte ehemals wirklich eine fast allgemeine Bigotterie unter dieftn Mädchen, cs fehlte ihnen nicht.selten an feinet Bildung, an Grazie, an edlem Anstande und richtigem Geschmacke; allein wird mir, im Vertrauen gesagt, nicht auch mancher ycmigr junge Ehemann hingegen gernecingcstehcn, daß cs doch sehr gut wate , wenn sich rin Thcil, . I.Jabrq. ».Dank». Mm und

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