Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 6 H. (12.1806)
- Article
- Einige Ideen über Mosaismus und Judenthum
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 471 (sequence 18)
- Language
- German
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•Inter Le» Schriftlichen verstanden sie die eigentlichen Mosaische»/ dir!liedergeschrieben waren; unter dm Traditiouellen hingegen solche/ die nur durch Tradirio» auf die Nachkonnnen vererbt/ aber nicht niedergeschrieben waren. Nm dieser KlasiHkarion ewige Dauer zu verschaffe»/ setzt!» sie folgende Regel fest: תורה שבכתב אי אתה רשאי לאופרה בעל פת תורה שבע"פ אי אתה רשאי לאומרה בכתב d. i. das schriftliche Gesetz darf man nicht mündlich vortragen; (der Erundtert must stets in seiner schriftlichen Form und Gestalt bleiben, und darf nicht durch mündlichen Vortrag verunstaltet werden) /das mündliche Gesetz׳ darf man nicht schriftlich ab fasse»/ (die mündlieheu Ueberlieferungen und Erklarnngen/ welche Zeit und Umständen unterworfen sind/ dürfen nicht zur schriftlichen Norm festgesetzt werden.) — So waren die weiser» Ta'mudisten für jede Derunglimxfung/ die der Nation widerfahren könnte/ besorgt;..-so suchten sie jeder Vcrunsialkung der Gesetze/ die das.Volk sammt seinem Gesetzgeber charaktei isirten, vorzubenge«. Auch ihnen waren, wie dem großen Gesetzgeber/ auf dessen Worte sie alles redncirten / Toleranz und allgemeine Menschmliebe die Ecksteine der Moralität. Ich wiederhole es abermals, daß jene zweideutigen Stellen/ dem» man etwa Spure» von Intoleranz und Menschenhaß unterschieben. könnte / keineswegs den gesammten Takmudisten zur Last gelegt werden können. Solche Gesinnungen sind nie öffent» lich gebilligt/ noch weniger aber zur Norm und Gesetz aufgestellt worden. Im Cegentheil heißt es: Nur der ist Gott gefällig/ der den Menschen tzefälli- " ist.