Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 6 H. (12.1806)
- Article
- Einige Ideen über Mosaismus und Judenthum
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 456 (sequence 3)
- Language
- German
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456 . —:-- - Licht und Wahrheit, die du den Fürsten deines Dolkes als Hciligrhum auf die Brust legtest, zeige!" Die vom Ewigen gefristete Zeit der Sklaverei der Abrahamitcn neigte sich zu Ende. Sie sollten nun nach der Dcrheißung des Ewigen eine selbstständige, von Aberglauben und Vielgötterei entfernte Nation ausmachen. Ihre Anzahl vermehrte sich auch an den Ufern des Nils, indem ergiebigen und fruchtbaren Aegypten, trotz aller strengen Arbeit und der sonstigen Unterdrückungen der tyrannischen Pharaonen so sehr, daß man hierdurch schon den Plan zur Erfüllung jener göttlichen Verheißung daran leicht erkennen konnte. - Das neu entstandene Volk sollte aber nun auch, wie Herder bemerkt, zu den Sitten und dem Gotte seiner Dater zurückkchren, welche beide ihm in der grausamen Sklaverei derNilbewohner, umgeben vom Priester-und Götzendienste der Acgyptcr, fremd geworden sind. Ein Abrahamile also, der die Religion seiner Urvater, der Patriarchen, kannte und ihr treulich nachhing, sollte diese auch unter ihren Enkeln verbreiten, dieser soll den Plan Gottes vollziehen. Eines freien Mannes, der, fern vom Cklavcndienste Und Sklavensinn, einen hohen allumfassenden Geist, ein ׳ tadelloses Herz mit den dazu erforderlichen Talenten verbin- .det, mit einem Worte, eines Amrainssohns bedurfte dessen sich die Gottheit zu diesem Zwecke bedienen mußte. Nach einer vierzigjährigen Entfernung von dem im Schlämme des Aberglaubens versunkenen Aegypten wurde auch nur Moses zu diesem göttlichen Berufe erkohren. Am Berge Sinai war sein Lieblings - Aufenthalt; hier lagerte ek sich nach der damaligen Sitte mit dem Diehe, und in fron»--