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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 5 H. (11.1806) · p. Seite 416

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 5 H. (11.1806)
Article
Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
Date
1806-01-01
Page
Seite 416 (sequence 3)
Language
German
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" *״-^־ ״ »41 biät gestützt anfden anderweitigen Ausspruch des Talmud r ״ לוו עלי ואני פורעIhr lcihtt's ©oft, dtr wird cs;ahlen!" — Hierauf beziehen sich mm besonders die Unbemitteilen am meisten. Ihre Ausgaben um diese Zeit sind oft ohne Granzen, um recht in Fülle zu leben. So stürzt sich also mancher in Noch, verbittert sich die Tage und muß sich wohl oft noch obendrem mit dem Salomonischen Spruche Vorwürfe machen lassen: Schlemmer und Prasser verarmt und Schläfrigkeit kleidet in Lumpen. — Nein! achte Verehrer der Feste fcyem diese Tage auf eine vernünftigere, moralische Weise; sie erlauben ihrer Eitelkeit und ihrem Gaumen,auch an solchen Tagen nicht mehr als es ihre Vermöaensumsiande unge, fahr gcsiatttn: עשה שבתך חול ואל תצטרך לבריחת ״Mache aus deinem Festtag eine» Werktag, um deinen Ncbcnmcnschcn nicht zur Last zu fallen," rufen die Talmu» disten jedem zu, der anderer Meinung ist, nnd den Zweck der Feste auf gewürzte Speisen und schone Kleider allein reducirt. — Ich schließe daher auch mit einigen hieher passenden Erzählungcn aus dem Talmud:!) Rabbi Elicser hielt an irgmd einem Festtage eine feierliche Predigt. Viele der Zuhörer verließen ihn nach und nach, um — ihr Mahl in behaglicher Ruhe ge» nießen zu können. O, verwünscht! rief der Rabbi aus! die Schlemmer I die Vcrprasicr! u. s. w. Einen ewig- Iicf>cn Genuß opfern sie einem augenblicklichen .Vergnügen auf.^ Die Wohllüstlinge! — 2) Lebenslänglich pflog sich der Greis Samai auf Unkosten des Eabbaths. Hatte er nämlich ein gutes Mahl — das werbe am kommenden Sabbath verzehrt, sprach er freundlich; fand er ein anderes besseres: so genoß er das erste, und verwahrte das zweite n. s. w. Ganz an» Hers betrug sich der sanfte Greis Hilel, dessen Handlun» gen den Stempel wahrer Frömmigkeit an sich trugen. Sein ,Wahlspruch war: Tag für Lag sey Gott gepriesen. (Ps. 68. 204) sd. h. der gütige Sck)öpftr sorgt täglich für uns, und jeglicher Tag muß uns heilig scyn.1 — Diesem Frommen mögen unsre Glaubensgenossen auch hierin vachahmrn! — Salomvtt.

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