Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 5 H. (11.1806)
- Article
- Über einige bei der jüdischen Nation bestandene, und zum Theile noch bestehende religiöse Sekten
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 359 (sequence 8)
- Language
- German
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Strafe halber, sondern aus Liebe dienen, und die Pstich« ten der Tugend bloß ihrer selbst wegen in Erfüllung bringen soll. Dieser Lehrsatz verleitete zwei seiner Schüler, Namens Jadok und Baythos zu dem Schluffe: daß mit diesem Leben alles aufhöre, und der Mensch nach dem Tode weder auf Belohnung noch auf Strafe zu rechnen habe. Sie verbreiteren diese Lehre weiter, und so entstand unter den Juden eine neue Sekte, deren Mitglieder S a-- ducäer genannt würden." ~ Diese Sekce fand in später» Zeiten starken Beifall und bekam daher großen Anhang; sie zahlte viele Oberpriester, und selbst mehrere jüdische Könige waren in ihrer Mitte. So z. B. ging Hyrkan, ein Fürst und zugleich Oberpriestcr, aus dem Stamme der Machabacr, nachdem er zg Jahr regiert hatte und der Sekte der Pharisäer') zugtthan war, nicht lange vor seinem Tode zu dieser Sekte über. Ihm folgte sein Sohn Aristobuius, und nach ihm sein Enkel Alexander Jannäns. Unter der Regierung dieses Königs war ein blutiger Bürgerkrieg zwischen beiden Sekten, wobei jede Parthci nichts weniger vor hatte, als dir andere ganz auszuroklen. Endlich siegten die Sahucäcr als die Parchei des Königs, und die Pharisäer litten viel. Nach dem Tode dieses Königs schlug fich dessen Gemahlin Alexandra, als Vormünderin des Kronprinzen Hyrkan des zweiten, aus Etaatsklugheit zu der Sekte der Pharisäer, und auch dieser Prinz selbst war derselben zugtthan, so daß beide diese Sekte begünstigten und die Saducäer verfolgten. Als abtt nach vielen blutigen Kriegen zwischen diesem *) Von denen in einem besonderu Aufsatze abgrhandelt werden soll. "