Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 4 H. (10.1806)
- Article
- Einige Ideen über Mosaismus und Judenthum
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 332 (sequence 1)
- Language
- German
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33» VIII. Einige Ideen über Mosaismus und Iudcnthum. (Fortsetzung.) So wie bey dem Sichtbaren und Körperlichen Kern und Schale, so unzertrennlich fest beide auch mit einander verbunden zu seyn scheinen, dennoch ganz heterogener Art find, so sind sic es auch in dem Unsichtbaren und liebersinnlichen, im sittlich-religiösen System. „Religion" sagt ein scharfsinniger Schriftsteller unserer Zeit, „ ist anfangs Gotteslehre, daher der-hohe-Rame Gottcsgelchrter —Recht ist sie Gottseligkeit." Ihre Lehre ist also ewig unveränderlich, wie das hohe umfassende Wort, bas sie bedeutet. Sie hat ihren Grund im menschlichen Herzen. Ihre Grundwahrheiten, auf denen die Glückseligkeit der Menschen einzig und allein beruhet, liegen nicht so tief verborgen, dafi sie nicht der gern eine, sich selbst überlassene Verstand erblickte, sic sind auch nicht so unsicher gegründet, daß sie irgcyd eine Spekulation, wenn sie nach richtigen Regeln verfährt, oder sich nicht vorsätzlich in schwärmerische Träume und wankende Hypothesen versteigt, zu bestreiten oder zu wiedcrlegcn vermöchte. Die Religion hat also in dem menschlichen Geist ihren Sitz, laut kündet sic sich daselbst an, und ist mit seinem Wesen' so innigst verbunden, in die menschliche Natur so tief hinein verwebt, daß man ratf Recht behaupten kann»' die €jr* _ v