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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 4 H. (10.1806) · p. Seite 329

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 4 H. (10.1806)
Article
Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
Date
1806-01-01
Page
Seite 329 (sequence 11)
Language
German
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- ZSA aus dem Kreise cwilisirker Menschen, als höchst schädliche Werkzeuge des Fanatismus vcrwiesm;^nd haben ihre Wirkungskraft durch den bessern Geist der Zeit, allzusehr verkehren, als daß wir uns etwa bei irgend einer Gelegenheit vor ihnen fürchten sollten. Wie schnurfiraks wider den wahren Geist der Religion laufen nicht, genau betrachtet, dergleichen strenge Maaßregcln irdischer Gcwisscnsrichtcr; wie höchst vermessen ist es nicht, wenn ein Mensch, ohne daß cs sein Beruf scyn kann, cs wagt, in göttlichen Dingen» Ankläger und Richter gegen seinen Mitmenschen zu scyn, wenn er es wagt in Dingen zu entscheiden, worin nur der Ewige allein zu entscheiden im Stande ist? Wie? die Religion, dcrm Basis Menschenliebe ist, könnte Bann und Verfolgung gut heißen? welcher offenbare Widerspruch! „Die göttliche Religio», sagt Moses Mendelssohn, treibt nicht mit eisernem Stabe; son« dem leitet am Seile der Liebe. Sie zückt kein Rachschwcrdt, spendet kein zeitliches Gut aus; maßet sich auf kein irdisches Gut ein Recht, auf kein Ecmüth äußerliche Gewalt an. Ihre Waffen sind Gründe und Ueberführung; ihre Macht die göttliche Kraft der Wahrheit; die Strafen, die pe androhet, sind, so wie die Belohnungen, Wirkungen der Liebe; hcilsakn lind wohlthatig für die Person selbst, die sie leidet. An diesen Merkmalen erkenne ich dich, Tochter der Gottheit! Religion! die du in Wahrheit allein die sckigmachende bist, auf der Erde, so wie im Himmel." An diesen Merkmalen, an diesen humanen Lehren, erkenne ich auch dich, unsterblicher Geist Mendelssohns! der du mit unerschütterter Kraft, mit Sanftmuch «nd Liebe, Licht

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