Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 4 H. (10.1806)
- Article
- Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 327 (sequence 9)
- Language
- German
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ij . . . ' ' . - W Folgen find in moralischer Hinsicht davon zu erwarten.. Ich versichere die Herren Rabbincn, daß ich aus ganz rei«! ncm Hcrzcnsantriede, weit entfernt, sic (mit denen ich ohnedicß außer aller Verbindung siche) irgend kränken;» wollen , diese Bitte an sie ergehen lasse, und daß es kein anderes als ihr eignes Wohl und das der Gemeinen, denen sie vorsiehcn sollen, beabzroeckt. Ich mag übrigens Niemand in seinem Glauben stören. Der Glaube ist mir heilig. Ich erkenne vollkommen die Wahrheit des Ausspruchs deS Propheten Habakuks: „Der Fromme lebt in seinem Glauben glücklich." Aber deshalb wird es mir wohl dennoch kein ächtrcligiöser Rabbi verargen können, wenn ich oder einer meiner Herren Mitarbeiter zuweilen ein Gemälde in die Gallerte zur Ausstellung sende. Wer sich J dann in irgend einem solchen Gemälde getroffen fühlt, der; mag immerhin errothen, in sich kehren und sich bessern; wer der Wahrheit gram ist, der mag immerhin sich sträuben : und den Freund derselben hassen, das kümmert mich nicht.; Hingegen aber sollen auch Chärakterzüge einzelner Personen aus unserer Eallerie verbannt seyn. Verschlossen bleibe der Ianustempel. Kein Feldzug gegen Andersdenkende werde begonnen. Eulamith ist die friedlichge-; sivnte in Israel! Eie wünfthtGemütherzu vereinigen i und flieht die Zwietracht, die sich oft so gerne unter den i Menschenkindern einnisiet, wenn Einigkeit das Band der ■f Gesellschaft knüpft. ' | Ständen wir selbst nur auf dem Punkte, wo «nstre Glaubensbrüder, die sogenannten portugiesischen oder . s die italianischen Inden, stehen, dann wäre freilich manche Rüge unnütz z ja wohl gar wirklich hämisch und gott« %■ . . los.