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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 4 H. (10.1806) · p. Seite 290

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 4 H. (10.1806)
Article
Briefe an den Herausgeber der Sulamith
Date
1806-01-01
Page
Seite 290 (sequence 7)
Language
German
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2JO auch nicht selten den Mann bei seinen Unlemehmunzen unterstützen. Da bleiben dann die Kinder entweder sich selbst oder dem Gesinde überlassen. In beiden Fallen ist aber schlecht für eine zweckmäßig« Entwickelung ihres Geistes und für eine weise Bildung des Herzens gesorgt. Die jüdischen Hauslehrer sind größtcnthcils unwissende Leute, denen es durchaus an gründlichen Kenntnissen, an freier unbefangener Ansicht der Welt fehlt. Außer der Bibel und dem Talmud wissen sie nichts und in ihrem Kopfe ist cs so wüste und leer, wie cs auf der Erde vor dem Anfang aller Dinge war. Von der Geschichte, Geographie und Statistik wissen sie kaum die nolhwendigsrcn Elementar« kenntnissc. Die Philosophie hassen sie als eine Ruhe siö« rende Aufklarcrin, die sie aus dem behaglichen Schluminer der Trägheit gewaltsam aufschreckt, und deren Helles Licht ihre blöden Augen blenden könnte. In der Religion legen sie ein zu großes Gewicht auf die dogmatischen und Ccrenionial - Satzungen, dringen aufpünktliche und buchstäbliche Beobachtung der Ritualgesctze, und für das wahrhaft Re« . ligiöse, das den Verstand auftlärt, das Herz erwärmt, den Willen befestigt und den ganzen Menschen der Gottheit naher führt, haben sie keinen Sinn. Das Eedachtniß des Kindes wird mit tobten Worten, mit geistlosen Buchstaben überfüllt, und alle übrigen Srelenkrästc, Verstand, Urtheilskraft, Phantasie und Witz bleiben nngeweckt und ungebildet liegen. — Möchte doch der Geist der reinen, lichtvollen Er« kenntniß» der unbefangenen, vorurtheilsfreien Ansicht der Religion, der sich in dem Aufsatz Ihres achtungswerthcn Freundes — des Herrn Wolf — : über das Wesen, den Charakter und die Nothwmdigkeit der Religion (Sulamith, - r«ei»

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