Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 2 H. (8.1806)
- Article
- Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 18)
- Language
- German
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J|S. ... So sind die meisten jüdischen Ehcstistungen beschaffen und bloß dem Zufall überlassen. Wie mancher verlierende Spieler mußte schon ans diese Art seine Niete als Gewinn ausposaunen; denn war gleich seine Frau in gewissem Betrachte eine Nieten so brachte sie doch Geld, also einen ordentlichen Gewinn mit. Ja Geld! Hierin liegt das ganze Mangelhafte. Dem Juden m u ß das Geld alles scyn, weil er ohne Geld keinen Handel treiben, und ohne Handel, der ihm als. Mittel zur Nahrung einzig und allein angewiesen ist, nicht leben kann. Selten einmal heurathct daher der Jude ei» Mädchen aus bloßer herzlicher Neigung. Wie viel Geld hat das Mädchen? ., ist gewöhnlich seine erste Frage. Kann man darüber einig werden; wohlan! Beide Vater, der des Sohnes, so wie der des Mädchens bestimmen eine gewisse Summe der Mitgift; die Geldbeutel werden zusammengestellt, heurathcn sich einander, und ■—ei n Ehepaar ist mehr in der Welt. Dieser Mißbrauch dürfte aber wohl sichwcrlich eher aufhörcn, als bis überhaupt menschenfreundliche Regenten den gordischen Knoten des unglücklichen Verhältnisses der Juden mit einmal dadurch losen, daß sie denselben außer dem Handel , zu welchem vieles Geld das Röchigstc ist, mehrere Erwerbzweige eröffnen. Alsdann muß und wird so manches Aechkgute, wenigstens so manches Bessere fürs Erste, aus der .Mitte der Juden hervorgehen; das Finstere derselben wird /ich in Licht, die Trauer derselben in Fröhlichkeit verwandeln, und Christen und Juden werden in schönster Eintracht das Gute, tvelches der Schöpfer allen Menschen zum Genüsse verliehen, ohne Dorurtheil gmicßend, zusamwm lcbm, und ihrer Eintracht sich stmm! —