Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 2 H. (8.1806)
- Article
- Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 176 (sequence 12)
- Language
- German
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»76 Unter dieser Klasse findet man besonders manchen Asterphilvsophen, der mit großsprecherischen Worten sogar das höchste Wesen zu Hofmeistern sich erfrecht, und da ihm der Zufall j. D. in Doltairs Schriften einen Blick hat werfen lassen, die Ideen desselben, ohne jedoch den Geist dieses großen Mannes zu fassen, auf eine übel angebrachte Art unter dem gemeinen Haufen verbreitet, zum Haß gegen jeden acht-religiösen Man«, der ihm ein Dorn im Auge ist» aufmuntert» und zu einem unmoralischen, zügellosen Leben Veranlassung giebt. Oder es giebt wieder wahrhaftaufgeklärte, gelehrte Männer, die zwar das Aechte vom. Falschen zu unterscheiden wissen, und einen sehr moralischen Lebenswandel führen; aber ihre Stimme nicht laut erheben wollen, weil sie fürchten, als Ketzer verschrieen, nicht angehört, oder wohl gar verfolgt zu werden. Und wie benehmen sich denn unsere Herren Rabbinen, um dem Nebel Einhalt zu thun? Erößtentheils nicht am besten! denn sie küinmern sich um das wahre Heil des Volks sehr selten. Doch die Art der meisten derselben kennen meine Glaubensgenossen ja selbst: also für jetzt kein Wort mehr von ihnen.— Ist nun aber zufolge dieser Schilderung, welche doch durchaus wahr ist, so manche Verbesserung nicht höchst nothwrndig? Erweckt sie nicht bey jedem fühlenden Menschen dm lebhaftesten Wunsch, daß der Himmel bald dem Unwesen steuern möchte? Ist es mir folglich nun wohl zu verargen, wenn ich in eine Abschweifung gerieth, die mich zu dem ehemaligen, bessern Zustande der Juden zuräckführte? Doch genug des ringemischtrn Ernsthaften! das Brautpaar winkt, wohlan! wir wollen geschwind ÜnS zu dem- .stlbcnwende«. Wer