Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 2 H. (8.1806)
- Article
- Briefe an den Herausgeber der Sulamith
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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IS® nur ein kleines, enges Pföttckcn zum Eingang in die Wohnungen des Friedens und der irdischen Glückseligkeit geöffnet. Sie müssen Tag und Nacht darauf denken, wie sie das Leben gewinnen, sich die nothwcndigsicn Bedürfnisse verschaffen, und das äußere Glück des Lebens erhaschen sollen. Don ihnen gilt recht eigentlich, was der große, kraftvolle Dichter unserer Nation, der einst unser war» der edle / .frciherzige Schiller, von dem Streben und Wirken des Mannes überhaupt sagt: „Der Mann muß hinaus Ins feindliche leben, Muß wirken und sircbcn Und pfianzen und schaffen. Erlisten, erraffe«. Muß wetten und wagen. Das Glück zu erjagen." Und mit allen diesen Mühen und Sorgen, mit diesem rastlosen Streben und entkräftenden Fleiß, was für ein Glück erjagt er da? — Etwa einen sorgenfreien Wohlstand — einen frohen, heitern Gmuß des Lebens — die Werth» schatzung und Hochachtung seiner Mitmenschen? — Ja dicß wäre wohl des Schweißes der Edlen werth; aber dieses schöne Glück wird unter Tausenden nicht Einem zu Theil. Wenn ihm nun einmal ein gewagtes Unternehmen ein ungewisser Handel gelungen ist, so muß er vor allen Dingen die Forderungen des Staats befriedigen. Wan muß erstaunen,, wenn man die Menge der Abgaben Übersicht, welche die Juden in den meisten Europäischen Staaten entrichten müssen, und kann nicht begreifen, wie sic dieselben alle in so regelmäßiger Ordnung bezahlen, und - dabei