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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 149

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 2 H. (8.1806)
Article
Briefe an den Herausgeber der Sulamith
Date
1806-01-01
Page
Seite 149 (sequence 2)
Language
German
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*49 | krästt müsse» sie deßhalb in ewig gespannter Thätigkeit erhalten/ um nur ihr dürftiges Daftyn mühsam ju fristen. Dennoch irrm Tausende Ihrer unglücklichen Glaubensgenossen heimathlos umher und schleppe« ihr trauriges Leben unter Jammer und Leiden, unter Spott und Verachtung von einem Orte jum andern. . O es blutet mir das Herz, wenn ich so einer jüdischen Dettelfamilie auf der Heerstrasse begegne, und von dem Gesicht eines jeden Einzelnen das Gepräge des höchsten Elends lese. Oft tragen sie in ihren Lumpen einen kranken und siechen Körper mit sich herum/ einen Körper, der ihnen, auch bey der sorgfältigsten Pflege, nur Schmerzen und Kummer bereiten würde. Wohin sie auch kommen, empfängt man sie mit Spott und Hohn, verweiset sic aus £ der Gesellschaft anderer Mensthen, lose Buben überhäufen L' sie mit Schmähungen und Cchimpfnamea, und — die er- I wachsenen Leute lachen darüber. | Doch mit gerechtem Unwillen wende ich meine Auge» ü von diesen Scenen des Jammers, so oft wir auch in der - Wirklichkeit zu ihnen hingezogcn werden, und wende mei- Z nen Blick auf die- Klasse der nicht so tief niedergebeugten jg. Jüdischen Glaubensgenossen. Aber auch hier sehe ich we- | mg Erfreuliches und Tröstliches. Wir schwer wird es nicht! . in den jetzigen, höchst bedrängten Zeiten, einem christlichen Familienvater,, dem doch tausend Wege zu einem rechtmäßi- | gen und ehrenvollen Erwerbe offen stehen» sich und die Seinlgen mit Ehren durch die Welt zu bringen? Um wie viel saurer muß es sich nun nicht ein Jüdischer Hausvater werden lassen, um sich und dir Angehörigen vor dm drü-! , «kendcn Sorgen der Nahrung zu schützm! Ihnen bleibt : 4 V nur

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