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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 143

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 2 H. (8.1806)
Article
Worin lag die vorzügliche Kultur der Griechen?
Date
1806-01-01
Page
Seite 143 (sequence 19)
Language
German
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Geschmack an diesem Vergnügen finden, so muß er burleske Stücke scheu, Possen, die sein Zwerchfell erschüttern; für das Ernste, Rührende, Edle hat er keinen Sinn. Auch die Musik, die bei uns viel vollkommner ist, als lei dm Griechen, wer aus der gemeinen Bürgerklasse hat ächten Sinn dafür? Welchen schonen Gegensatz bilden dagegen die Griechen. Die Fabel erzählt, Amphion (,-) habe durch die Tone seiner Lyra Steine in Bewegung gesetzt, daß sie sich selbst ans einander fügten, und so die Mauren von Theben bildeten: was heißt , dieß anders, als, er bewog durch seine Melodicen die Halbwilden, die er beherrschen sollte, die ihnen aufgetragcnen Geschäfte bei der Erbauung der Stadt gehorsamer, fröhlicher und mit emsigem Fleiß zu verrichten. Aber wir brauchen nicht bei der Fabel stehen zu bleiben. Die spätere Geschichte der griechischen Musik liefert Beispiele genug von ihrer Wirksamkeit auf die. Seele der Griechen. Terpanders (»») Flöte stillt die Unruhen, die in Lacedamon ausgebrochen waren und führt Frieden und Eintracht wieder in seine Mauren zurück. Die 'UMiW:-..-. 51 4 Krie« (j?) Amphion, ein König in Theben, Sohn des Jupiter und der Antivpe. Er gehört also in die Zelten der '-„Mythe und lebte etwa um 1400 vor Chr. G. Die ' von ihm angeführte Fabel ist bekannt. , (z «) T erpa n d e r, ^in bcrühmker Dichter und Musiker aus tesbos, um 636 vor Chr. G. Cr spielte die jyra und die Flöte, erfand verschiedene neue Melodien, die nachher mehrere Jahrhunderte durch Mode blieben. (,») Tyrtäus, ein atheniensischerDichter um 6üc> vsr ' CH. G. Das Orakel rierh den tacedämoniern im Kriege gegen die Messenier , sich einen Feldherrn von den Athenern auszubitten. Diese schickten ihnen aber den Dichter %» Tyr-

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