Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 2 H. (8.1806)
- Article
- Worin lag die vorzügliche Kultur der Griechen?
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 129 (sequence 5)
- Language
- German
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r-A £ I V 1; ß jg Der Geist äußert sich in drei Hauptmodificationm. Wer von dem Interesse für die Natur zum Nachdenken därüber gereizt wird, der besitzt philosophischen Geist; bei wem dasselbe auf die Enipfindung wirkt, der hat äst hetisches Gefühl, er wird innig von dm Eindrücken des Aesiherifth - Vollkommnm in der Natur und Kunst gerührt; wen es aber zum sittlichen Handeln antreibt, der besitzt den Geist der Moralität, der ist ein rügend-« Hefter Mensch. Diese drei Modificationeu sind innig mit einander verbunden; denn ihnen liegt Ein Geist zum Grunde: wer die eine besitzt, kann niemals ganz ohne die andere seyn; die Benennung gilt daher nur a. potiori. Ein Volk hat also einen vorzüglichen Grad der Kultur erreich^ wenn der größere Theil mit einem gebildeten Verstand« Sinn für Philosophie, für' das Äesthetisch - Schöne und für achte Moralität verbindet. Ein Volk, bey dem sich Anlagen zu diesem Geiste (wir wollen ihn Enthusiasmus nennen) zeigen, ist der hohem Kultur fähig, und desto mehr fähig, , je stärker diese Anlagen sich zeigen; zu beklagen ist dasjenige, wo er ganz fehlt, wo kein höheres Auflodern, die himmlische Abkunst verrath, wo kleinliche, egoistische Zwecke die Haupttricbfedem aller Handlungen sind. Dieser Geist; dieser Enthusiasmus war es, der mehr als bei irgend einem Volke in der Dmst der Hellenen lebte. Tausend Züge aus ihrer Geschichte beweisen dieß. Sie warm gleich den meisten Völkcm des Orients Verehrer mehrerer Gottheiten. Aber welcher Unterschied in dm Ideen, in dem Ausdrucke dieser Idem durch Gebilde. Dem Orlen« u. / talm