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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 127

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 2 H. (8.1806)
Article
Worin lag die vorzügliche Kultur der Griechen?
Date
1806-01-01
Page
Seite 127 (sequence 3)
Language
German
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J37 hct, der Geist Achter Humanität» der allein dm Menschen zun: Mcnschm erhebt, und ihn des hohen Ranges werch wacht, den ihm die Gottheit vor den Lhieren ercheilt. Dicß zu erweisen mag jetzt unser Zweck seyiu Ein Volk hat Kultur, wenn es auf dem Wege, das Ideal Mensch zu erreichen, schon weit vorgerückt ist. Das Ideal Mensch ist Humanität im reinsten und höchsten Sinne: ein möglichst ausgebildetrr Verstand, verbunden mir Geist. Der Verstand (wir nehmm das Wort hier im weitesten Sinne) ist ausgcbildct, wenn er richtige Begriffe, Urthcilc und Schlüsse formiren kann, unb die Außcndinge — den Stoff seines Denkens und Wirkens — nach ihren Eigenschaften und Verhälmissen genau kmnt. Aber über dicß alles verbreitet erst der Geist das rechte Leben , ohne ihn ist jede Kcnntniß todt, gleichsam nur eim mechanische Fertigkeit der Seele. — Was ist Geist? Ich vermag nicht diesen Ausdruck zu erklären» höchstens zu umschreiben. Geist ist das Hohe, Göttliche in uns» was uns ein lebhaftes Interesse für alles, was auf Natur, Gottheit, Tugend, Schönheit, Unsterblichkeit Bezug hah einflößt, was uns erhebt über das Gemeine und Irdische, was uns vornehmlich in die Klasse höherer Wesen versetzt, die mehr sind als organisirte Materie; der himmlische Funke, der aus dem Wesen der Gottheit hervvrsprang, um dm Staub zu beleben. Er ist cs, der alles, was um uns her ist, mit einem eigenen Zauber überströmt, alles aus einem - Höhen, Gesichtspunkte uns bewachten lehrt. Der gemeine : Mensch, und der Mann von Geist sehen alles mit denselben Organen; mögen-sie es auch mit demselben gebildeten Verstände ansehrn r wie verschieden ist dennoch ihre Ansicht? -L - - K s '' ' Der

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