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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 2 H. (8.1806) · p. Seite 123

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 2 H. (8.1806)
Article
Über das Wesen, den Charakter und die Nothwendigkeit der Religion
Date
1806-01-01
Page
Seite 123 (sequence 7)
Language
German
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menhang so mancherlcy Dinge, zeigen genau und deutlich auf einen bestimmten Plan hin, der in einem hohem Wesen schon vor ihrem Damm vorhanden gewesen scyn muß. Allein diese Narurzwcckmaßigkcir,, so unlaugbar fle auch an und für sich scyn mag, kann doch noch immer dem Auge des Verstandes problematisch scyn; die Vernunft findet noch manches dagegen cinzuwcndcn; auch fehlt es derselben an Starke, sich immer den Lockungen der Sinnlichkeit entgegen zu stellen. Das sittliche Gefühl allein vermag mit Hülfe der Religion alle Zweifel zu losen; sie allein ist fähig, den höchsten und letzten Zweck von allen diesen Erscheinungen zu entdecken. — Hier zeigt sich die Tugend als eine alles bezwingende, selbstständige, unendliche Kraft; unter ihrem göttlichen Schutze allein erlangt der Mensch den Much und die Starke, das verbundene, mächtige Heee sinnlicher Lüste und Begierden zu bekämpfen und zu überwältigen. Nichts vermag den Tugendhaften in seinem Entschlüsse wankcird zu machen. Elend, Schmerz und der Tod selbst können die gestählte Kraft des befestigten Willens nicht beugen. Jnrc göttliche Kraft, die in der Natur, bloß als ein norywendiges, unveränderliches Vermögen sich äußert, wird hier in dem Menschen als eine vernünftige, nach gewissen bestimmbaren Grundsätzen handelnde Freyheit aufs allerdeutlichstc erkennbar. Durch sie allein verdient der Mensch eine göttliche Kraft in irdischer Hülle, oder nach dem Ausdrucke der Bibel, nach dem Ebenbilde Coms geschaffen, genannt zu werdem Nachdem der Mensch einen Blick auf dir Natur geworfen , nachdem er hier den wunderbaren Kreislauf ewiger unwandelbarer Gesetze wahrgenvmmen hat, und zur An-

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