Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 2 H. (8.1806)
- Article
- Aus Briefen an H. N.., ehmals Mitarbeiter am philantropischen Institut
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 7)
- Language
- German
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10g recht kenne» zu kernen: — der noch -reiswürdigere Wetteifer: Wer von uns am meisten sich nähere dem Menschen, Der seiner Bestimmung am nächsten gekormnen ist, der am wenigsten Unterbrechungen gelitten hat an Klarheit in seinem Verstand«, an Wonne in seinen Gefühlen, an Einklang in seiner Phantasie mit seiner Natur, mit seinem Schicksal, mit seinem Gewissen: — (Don jedem Gebildeten läßt sich's vermuthen, erwerbe, in dem Kreise seines Umgangs oder seines historischen Horizonts, sich wohl auch schon einen solchen O b e r st e n oder Vordersten Menschen auf dem rechten Wege ausgezeichnet habcm Derjenige, von dem ich in meinem Horizonte dafür halte, daß Er das Ecligstc Leben geführt hat, ist—uncrachtct meiner geflissentlichen Forschung darnach — schon seit 30 Jahren noch immer Derselbe. Don sehr wenigen, aber wichtigen Amtsgeschaftcn war seine liebste Erholung: die hehre Natur ausdrücklich in ihren sch önen und in ihren erhabenen Momenten zu erwarten und wahr zu nehmen. Er vereinigte in sich fso weit ich denken kann^j Alle vereinbaren Lebcnsvollkominenheitcn in dem höchsten Grade wie sie vereinbar waren in seiner Persönlichkeit: die kalte, durch keine Gefühle bestechbare Vernunft eines Kants; die frommen Gesinnungen eines Mendelssohns: die heitere Freundin durchs Leben, die frohe Laune eines Voltaire; das tiefe Gemüth eines Klopsto k s; den inneren Drang eines Mathieu de Montmvrency: Menschen vor Unvernunft und Elcnd zu rettcn. Er starb gegen die Mitte des vorigen Jahrhunderts, und lebte., ich will nicht sage», noch seliger, noch Lebensfroher, den»