Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 1 H. (7.1806)
- Article
- Aus Briefen an H. N.., ehmals Mitarbeiter am philantropischen Institut
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 60 (sequence 9)
- Language
- German
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6ö ein Vorgefühl von erhöhetcm Leben im Gcisierreichr. Seine Augen strahlten und beleuchteten wie Blitze jede naive Freimüthigkeit in den -Antworten der Kleinen. Als waren stc Alle seine leiblichen Kinder: so angelegentlich nahm er Theil an dem Lob, das stc cincrndteten, an dem persönlichen Werchc, womit ein Jeder es verdiente, und — sein eigcncrSoh!?, auch ein hoffnungsvoller Zögling dieser Schule, lag gerade in diesen Tagen des Eramcns krank zu Hause: Das ist doch reines Wohlwollen: Das ist doch uneigcnnützigc Gesinnung, guter Wille, Ernst für's Rechte! Die wackcrn Männer dieser Schule behandeln ihre Lehrfunctioncn nicht als Nebensache, .nicht als Nebenfache! Sie erinnern sich wohl, M.L., was unsere Dcobachtung und Erfahrung in diese simple Negation für einen pofttivcn Nachdruck legt. Ach! die Biedern, die das z» ihm? gezwungen werden, weil sonst ihr und der Ihrigen schon so kümmerliches Leben vollends unerträglich würde, Hirse Biedern werden von Allen guten Menschen bcdauret. Das Vcrhangniß empört ihr Rechtsgcfühl jedesmal, wenn sic nicht — wie einen? bösen Anhauche — ausweichen der Versuchung sich zn vergleichen in Hinsicht auf Mensche??- würde, und Mcnschenwerth, u??d Verdienst??m den Staat, und Schiksa l im Staat. Gehorsam, D c m u t h, und Geduld sind die Tugenden Derer, die..durch das Verhangniß.. leben müssen als Stiefkinder des Schiksals: Dankbarkeit, Vertrauen, Lieb« die Tugc??dt>? Derer, dir..auch durch das Drrhär?gniß ., sich freuen können zu leben als geliebte, begünstigte Kinder des SchiksalS. Preis I