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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 1 H. (7.1806) · p. Seite 41

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 1 H. (7.1806)
Article
Einige Ideen über Erziehung und öffentlichen Unterricht
Date
1806-01-01
Page
Seite 41 (sequence 2)
Language
German
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4* mir zur Erde gebeugtem Antlitz einher wandeln und vom Raube sich nähren, wenn er, sich allein überlassen, die Jahre seines Wachschums und seiner Entwicklung verleben sollte. Der Funke des göttlichen Feuers, welchen der Schöpfer bei seiner Entsichung in seine Brust senkte, würde nie zur leuch« lenden Flamme aufloderu, wenn nicht die, welche seiur erst« Jugend umgeben, ihn anzufachen, und zu nähren suchten. Mit einem Worte, ohne Erziehung, ohne Unterricht wäre der Mensch nichts, so wie er durch beides alles werden kann. Durch sie wird aus dem Thiere ein Halbgort, der allgewaltig über die ganze Erde, über alles Lebendige und Leblose herrscht, alles zu seinem Nutzen zu verwenden und jede feindliche Kraft von sich abzuhalten oder zu besiegen weiß. Die stärksten, die wildesten Thiere verehren und furch» Len in ihm ihrm Herrscher; er bändigt die Wuth des Feuers, er trotzt den alles verschlmgeuden Wogen und dem tobenden Orcan; er leitet den schmetternden Blitz, von seiner Woh» nung ab , und zeigt ihm einen Weg, wo seine zerstörenden . Kräfte, ihm unschädlich, sich selbst vernichten: er wagt es kühn, sich über die Wolken zu schwingen, und in Räumen^ zu wandeln, die. der Flug des Adlers vergebens zu erreiche« strebt , und wo keine Pfade von der Natur für seinen Fuß geschaffen worden. So groß, so götterähnlich wird der Mensch durch Erziehung» dir feine Kräfte ausbildet» und seine Vernunft, sein Denkvermögen entwickelt. ׳ Der in Gesellschaft mit seines Gleichen lebende Mensch ist in doppelter Beziehung zu betrachten, als Mensch und als Bürger. Der Zweck einer vollkommenen Erzie» hung ist also, ihn, diesen beiden Rücksichten gemäß, so «uszubildes, als es seiner Natur nach möglich ist. Es aiebr

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