Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 1 H. (7.1806)
- Article
- Vorläufige Bemerkungen über die zweckmäßigsten Mittel zur Beförderung der Kultur und Humanität unter der jüdischen Nation
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 3)
- Language
- German
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»4 irgend einem Rechte verlangen, daß er seine Handlungen nach gewissen bessern Principim einrichtm soll, von denen er ganz und gar nichts versieht, und die den stinigcn schnürstracks entgegen gesetzt sind. Man habe folglich vielmehr mit den Mängeln und Fehlem eines solchen bcgriffarmm Menschen, gehörige Nachsicht, lvenn er niemanden wirklich schädlich isiman suche ihn durch allerlei gure Mittel ausmerksain auf sich selbst;u machen, und durch Menschenfreundliches Zuvvrkommcn jenem vortrefflichen Zwecke seiner intellektuellen mrd moralischen Veredlung näher zu bringen. Gewaltsame Mittel hier anzuwenden, isi nicht allein ganz fruchtlos; sondern vielmehr, wie die Erfahrung hinlänglich lehrt, in einem sehr hohen Grade nachtheilig. Strenges, hartes Verfahren eines Arztes gegen seinen Patienten kann unmöglich eine radikale Genesung desselben bewirken; sondem muß vielmehr der ganzen physischen Constitution desselbm höchst schädlich werden. Zwar'ist es allerdings nicht ju leugnen, daß eine jede höchste Staatsbehörde vollkom. men das Recht hat, und befugt ist, dm einzelnen Menschm, und denke er, im Vergleiche mit andern, nur einigermaßm heterogen, des allgemeine« Nutzens wegen, durch kräftige Zwangsmittel zu gewissen Handlungen zu bewcgm und anzntreiben; allein die Anwmdung dieses Rechts kann von dm Handhabern des Gesetzes nur gefihehen, so lange es die wirkliche Wohlfahrt dcs Ctaaks erforderlich macht; wo aber Religion und Eingriffe in die Gewissmsfreiheit der Unterrhanen mit ins Spie! kommen; da wird sich gewiß eise jede weise Staatsgewalt sorgfältig inAcht nehmen, durch irgend nachdrückliche Zwangsmittel etwas abändem oder emführm zu wollen r wohlwissend, daß jrdE - ' ' Re.