Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band sechstes Heft
- Article
- Schriften von, für und über Israeliten [Rezension]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 376 (sequence 2)
- Language
- German
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376 Di« Judenfragr von Bruno Bauer. Näher beleuchtet von Dr. Gustav Philippson (in Deßau). (Deßau, 1843, bei Fritsche u. Sohn). 5 Sgr. * Hiob. Neu übersetzt und erläutert von Dr. Karl Wil- Helm Justi. (Kassel, 1840, Bohne.) 1 Thlr. 74 Sgr. ״Die Weise, wie Hr. Zusti, ein ehrcnwerther Veteran, die biblischen Bücher behandelt, dürfen wir als allgemein bekannt voraussetzen; die vorliegende Arbeit ist desselben Geistes, und tritt den ftühern würdig zur Seite; dieselbe Empsänglichkeit und Anerkennung der neuern Forschung, wie Vorsicht, sich dieser nicht unbedingt zu überlassen, mancher eigenthümliche Gesichtspunkt, z. B. in der Einleitung (S. 1 — 33) über die Entstehung unseres Buches, manche einzclne ׳ingeniöse Erklärung, z. B. 8, 17, 11, 18; in Allem Sinn für Dichterschönhcit, so wie Leichtigkeit der Darstellung. Die Übersetzung besonders giebt davon Zeugnis. Zerstreute Anmerkungen unter dem Texte dienen zur Erläuterung des Sinnes, bringen biblische und nicht biblische Parallele bei, discutiren in zweifelhaften Fällen die Auffassungen Anderer, überall aber, nur auf das Nöthigste beschränkt lind als eine bloße Auswahl von Bemerkungen. — Zusti's Übersetzung bewährt den bekannten zarten, ästhetischen Takt des Vcrfassers; nirgends jene Härten und Verzerrungen unserer schmieg- und duldsamen guten Muttersprache, dergleichen sich sonst ruhmhafte Gelehrte in der Übertragung alttcstamentarischer Stücke haben zu Schulden kommen lassen, überall ein gesunder Gedanke, leicht faßlich, edel, elegant dargcstellt, und selten nur mit einer linden Nachhülfe ausgcstattet. Man wird es alsbald beim Lesen innc, daß ein Dichter vorliegt und ein fremdes Werk in unsere Sprache übcrgetragen, künstlerisch reproducirt wird." (Neue Icnaische Allgemeine Literaturzeitung, 1842, Nr. 215., unterzeichnet G. Stickel).