Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band sechstes Heft
- Article
- Historische Betrachtungen
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 364 (sequence 38)
- Language
- German
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304 die in ihm auftauchende Idee seiner Geschichte, das allgemein erwachte Bewußtsein der Zeit und diesem gegenüber die Betrachtung seiner eigenen Verhältnisse und Zustände stellen. Mit ihnen und mit allen den Andern, die auf ihren Menschen noch den Stempel der Eiisseitigkeit drücken, wird er nur zu einem Gespenst werden, wenn er in einem isolirten Streben besangen von dem allgemeinen sich abschließt. Um gänzlichen Frieden zu erlangen, muß Zuda nothwcndig die Bedingung des allgemeinen Friedens, den allgemeinen Kampf mit durchmachen, die träge unerkämpfte Ruhe sieht nur dem Frieden ähnlich, sie verdient in Wahrheit seinen Namen nicht, sie schläft sich nur dem Tode entgegen, jedes Halbwerk aber, alle versteckte Lüge wird endlich der Gedanke auffinden, und als seinen gefährlichsten Feind, siegreich zerbrechen. Und daß ich dieses kampfesheiße Wort in diesen friedliehen Blättern nicderlcge, beweist schon, daß cs nur ein Wort des Friedens ist. Mögen Alle cs wenigstens als ein Wort der heißesten innigsten Liebe hinnehmen J*) »h Ich erachte <4 für nöthig, noch nachträglich zu obigem Aufsatz die kurze Bemerkung cinzusenden, daß derselbe noch durchaus in keiner Beziehung zur Bauerschen ״Judenfrage" steht. Dieselbe ist mir erst vor kurzer Zeit, als mein Aussatz schon bei der Redaetion dieser Zeitschrift lag, als Broschüre in die Hände gekommen, da ich zu der Zeit, in der sie in den deutschen Jahrbüchern stand, durch einen Aufenthalt in Gegenden, wohin die letzter» nicht drangen, auch an einer regelmäßigen Lectürc derselben verhindert wurde. Dies die einzige Ursache, warum hier von Bauer, der sich offenbar das große Verdienst erworben hat, die Frage auf das wissenschaftliche Terrain und vor das Forum der neuern philosophischen Kritik gezogen zu haben, noch keine Notiz genommen ist. Eine Erklärung aber seines so vielfach und fast von allen Seiten mißverstandenen Aufsatzes dürfte vor allen Dingen vonnöthcn sein. Wir sind mit einer solchen beschäftigt und werden sie nächstens veröffentlichen. Die jüdischen Theologen aber haben als Vertreter des Judenthums die Verpflichtung, an die wir sie hiermit ernst und dringend erinnern, die demselben von Bauer gemachten Vorwürfe so haarscharf zu widerlegen, die ihnen von ihm vorgelcgten Fragen so bestimmt zu beantworten, als es die conse! quente Durchführung eines Princips erfordert.