Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft
- Article
- Rosch Haschana Tar
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 309 (sequence 2)
- Language
- German
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309 dcre d a, sein Dasein erst beginnt. — Nur in diesem einzigen Augenblicke — der Gegenwart — für einen Augenblick vereint, scheiden sie bald von einander für immer. Jener sinkt in die unergründliche Liefen der Vergangenheit; dieser eilt der riesigen Höhe der Zukunst entgegen, um einst — nach hundert Zähren — von ihrem Gipfel wieder vcrschwindend herabzugleiten.-Dieser Morgen ist cnd-!ich für den Sohn Israels der wicderkehrende Moment, in dem vor fünftausend sechshundert Jahren, das Universum dem Schooße des Nichts entrann, und — zum Seienden wurde. — Die unverbrüchliche Urkunde, von der Gottheit selbst gezeichnet, bezeugt dieß, in unauslöschlichcn Zügen für alle kommende Geschlechter * in Ewigkeit. - - ' Siehe dort, wie vereint in traulichen Chören , die Söhne Jacobs sich anschicken, diesen Lag würdig zu begrüßen! — Wie sic feierlich und ernst, in inbrünstigen Gebeten, (nicht in Scherz und muthwilliger Freude) des Morgens dieses großen Lages. harren, um in verklärter Einheit das neue Jahr und das neue Jahrhundert aus den Händen der göttlichen Zeit zu empfangen! Wie sie in fliegenden Hymnen ihren Geist gemeinsam erheben zum Höchsten, dem Schöpfer der Jahrtausende! — —. Doch was für Gebet ist es, das ihren Lippen zuerst entströmt, indem sie hincreten vor dm Höchsten, den Gott ihrer Väter? — Ist es etwa eine Bitte um Leben und Wohlleben? — Sind es etwa Wünsche, die nur die beschränkte Selbsthcit , in der Fülle sinnlicher Glückseligkeit zum Augenmerk haben?— ©nein!. Anders klingt jener Worte Latit, heiliger und erhabener, hinaus über alle Sphären menschlicher Wünsche und menschlicher Hoffnungen,. die auf dem Boden seiner hinfälligen, vcrgänglichm, sinnlichen Natur entsprossen und reifen. — *) ״ O, *) ובכן תן פחדך ה' אליהינו עלי כלי מעשיך, ואימתך עגי כלי מה שבראת וכוי וכוי.